Porsche AG: Machtwechsel an der Spitze
Leiters kennt Porsche – und das Luxussegment
Leiters begann seine Karriere 2000 bei Porsche, leitete später den Cayenne und die SUV-Baureihe, bevor er bei Ferrari die Hybrid-Ära mit Modellen wie dem SF90 startete. Zuletzt stand er an der Spitze von McLaren, wo er die Produktstrategie neu ausrichtete. Nun kehrt er zu seinem einstigen Arbeitgeber zurück – in einer Phase, in der Porsche dringend Kurs halten muss.
1. Absatzmärkte unter Druck
Rund 44 % der Verkäufe entfallen auf China und die USA, doch beide Märkte schwächeln. In China sanken die Auslieferungen zuletzt um 28 %, auch wegen wachsender Konkurrenz durch Marken wie Xiaomi. In den USA bremsen hohe Importzölle, die Porsche im ersten Halbjahr rund 400 Mio. € kosteten – auch, weil das Unternehmen als einziger deutscher Premiumhersteller keine Produktion in den USA hat.
2. Gewinne und Margen wackeln
Die Gewinnwarnungen häufen sich: Viermal hat Porsche seine Prognose bereits gesenkt. Die Kombination aus Zöllen, Kosten und schwacher Nachfrage drückt die Marge. Ein verschärftes Sparprogramm läuft bereits, doch Analysten zweifeln, ob 2025 noch schwarze Zahlen geschrieben werden. Leiters muss die Rendite stabilisieren – ohne die Marke zu beschädigen.
3. Elektrifizierung stockt
Das einst ambitionierte Cellforce-Projekt für eigene Batteriezellen wurde gestutzt, die Produktion gestoppt, nur Forschung bleibt. Porsche hat aktuell nur zwei E-Modelle (Taycan, e-Macan), weitere wie der Cayenne EV sollen 2026 folgen – doch Softwareprobleme und Plattformverzögerungen bremsen. Porsche arbeitet zwar inzwischen an eigener Software, doch Entwicklungszyklen bleiben zu lang.


