Polyethylen-Preise vor Aufschwung: Dow plant zukunftsweisende Projekte
Die Anzeichen auf dem Polyethylen-Markt stehen günstig: Laut Jim Fitterling, CEO von Dow, rücken im September positive Preisbewegungen in greifbare Nähe, nachdem im zweiten Quartal aufgrund von Zollunsicherheiten ein Rückgang zu verzeichnen war.
Fitterling betonte auf der Morgan Stanley Laguna Conference, dass es keine Anzeichen für einen massiven Lageraufbau oder eine Rückkehr Chinas aus dem Markt gibt, die Exporte beeinträchtigen könnte. Im laufenden dritten Quartal verzeichnete der Chemieriese stabile Volumen sowie starke Exportfähigkeiten und kostengünstige Positionen in den USA.
Im Juli hatten Führungskräfte von Dow hervorgehoben, dass anhaltende Zoll- und geopolitische Unsicherheiten die Nachfragemuster vor allem in der Infrastruktur und bei langlebigen Gütern belasten. Gleichwohl sieht das Unternehmen in einer möglichen Zinssenkung eine Chance zur Belebung der besonders zinsempfindlichen Märkte, darunter Bau und langlebige Konsumgüter.
Zukunftssweisend ist auch Dows "Path2Zero"-Projekt in Alberta, Kanada, wo man mit der Bekanntgabe eines Updates zum Jahresende rechnet. "Wir nutzen damit viel vorhandene Infrastruktur, was es im Wettbewerb mit unseren Investitionen an der Golfküste in Texas interessant macht", so Fitterling. Die ursprünglich für 2024 geplanten Bauarbeiten verzögert Dow aufgrund ungünstiger Marktbedingungen um ein bis zwei Jahre, nachdem das Projekt 2021 angekündigt und 2023 vollständig finanziert wurde.

