Politische Spannungen: Debatte um Deutschlands Klimaschutzkurs eskaliert
Die Vorsitzende der Grünen-Fraktion, Katharina Dröge, hat der gegenwärtigen Bundesregierung eine deutliche Rüge erteilt und sie einer klimapolitischen Verfehlung beschuldigt. Sie argumentiert, dass die aktuellen Pläne der Regierung unter Kanzler Friedrich Merz (CDU) einen erheblichen Rückschritt in der Klimapolitik darstellen.
Kritisiert wird insbesondere die Subventionierung von fossilem Gas aus dem Klima- und Transformationsfonds und die geplante Erschließung neuer Gasvorkommen in der Nähe von Borkum. Auch die Absichten, Klimaverträge für die Industrie zu reduzieren und das kürzlich verabschiedete Heizungsgesetz zu entschärfen, stoßen bei Dröge auf Unverständnis.
Besonderes Augenmerk legt sie zudem auf den drohenden Ausbau fossiler Gaskraftwerke und die Debatte um die Verlängerung des Kohleausstiegs. Während die Regierung gleichzeitig darüber nachdenke, den Ausbau erneuerbarer Energien zu verlangsamen, sieht Dröge darin eine direkte Konterkarierung der Nachhaltigkeitsziele.
Neben klimapolitischen Themen kam auch die umstrittene Rolle von Jens Spahn, dem ehemaligen Gesundheitsminister und heutigen Unionsfraktionschef, zur Sprache, speziell hinsichtlich der Maskenaffäre während der Corona-Zeit. Dröge wirft Merz vor, die Vorfälle zu ignorieren, obwohl durch die Affäre immense Schäden entstanden seien.
Die Opposition fordert mehr Aufklärung, wie eine aktuelle Befragung der Sonderermittlerin Margaretha Sudhof zeigt. In puncto Haushaltsführung wirft Dröge Merz vor, durch unerlaubte Verschiebungen von Investitionen innerhalb des Bundeshaushalts in Sondervermögen zu tricksen.
Dies hätte ihrer Ansicht nach den Zweck, Wahlgeschenke zu finanzieren, während es eigentlich um zusätzliche Infrastruktur- und Klimaschutzinitiativen gehen sollte. Der Vorwurf wurde von den Grünen geäußert, obwohl sie dem Sondervermögen ursprünglich zugestimmt hatten.

