Pflege digitalisieren – auch wenn keiner Zeit dafür hat
Pflegenotstand, Zeitdruck, Personalmangel? Digitale Lösungen helfen sofort – gerade, wenn scheinbar keine Zeit dafür ist.

11. November 2025, 10:00 Uhr · Quelle: Pressebox
Pflege digitalisieren – auch wenn keiner Zeit dafür hat
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Pflege digitalisieren – auch wenn keiner Zeit dafür hat
Viele Pflegeeinrichtungen stecken im Hamsterrad analogen Alltags. Digitale Tools bieten schnelle Entlastung und höhere Effizienz.

Karlsruhe, 11.11.2025 (PresseBox) - „Wir haben keine Zeit, um Zeit zu sparen“– dieser Satz fasst das Dilemma vieler Pflegeeinrichtungen perfekt zusammen.

Während täglich Überstunden anfallen und Pflegekräfte zwischen Dokumentation, Telefon und Patientenbetreuung jonglieren, scheint die Digitalisierung wie ein zusätzlicher Stressfaktor.

Problem: Wer nichts verändert, bleibt im Hamsterrad

Wer eine Pflegeeinrichtung leitet, kennt diesen Alltag nur zu gut:Kurzfristige Dienstplanänderungen, Urlaubswünsche, Krankmeldungen oder Absprachen zur Vertretungtürmen sich täglich auf. Arbeitszeiten werden weiterhin handschriftlich dokumentiert. In deutschen Pflegeheimen und Diensten ist Arbeit auf Papier, ellenlangen Excel-Listen und improvisierter Kommunikation immer noch gängige Praxis.

Dabei können moderne Pflegesoftware-Lösungen bereits ab dem ersten Tag spürbare Entlastung bringen – wenn man weiß, welche Features wirklich helfen.

Die Folgen von analogen und improvisierten Prozessen sind gravierend:

  • Intransparente Zeiten:Excel-Listen und Stundenzettel lassen sich leicht verlieren oder manipulieren, Fehler bleiben oft unbemerkt und führen zu Unzufriedenheit oder sogar rechtlichen Problemen.
  • Umständliche Urlaubsverwaltung:Urlaubsanträge werden von Hand ausgefüllt und im Umlauf vergessen. Genehmigungen verzögern sich unnötig.
  • Schlechte Dienstpläne:Schichtpläne auf Papier oder im Postfach sind unübersichtlich, selten aktuell und benötigen viel Zeit in der Erstellung.
  • Fehlzeiten sorgen für Hektik:Kurzfristige Ausfälle lassen sich kaum flexibel abdecken, Ersatzkräfte werden mühsam telefonisch gesucht.
  • Verwaltungs- und Rechtsrisiken:Das Arbeitszeitgesetz schreibt mittlerweile die digitale Zeiterfassung verbindlich vor. Ohne lückenlose und transparente Arbeitszeiterfassung drohen Bußgelder und rechtliche Unsicherheiten.
Realität erkennen: Was kostet uns das „Immer so getan“
  • Zeitverlust & Rückfragen:Pflegekräfte verbringen Stunden damit, Dienstpläne zu korrigieren, Abwesenheiten zu klären oder Änderungen weiterzugeben – per Telefon, E-Mail oder Handzettel. Diese Rückfragen wirken harmlos, summieren sich aber täglich.
  • Fehler & rechtliche Risiken:Manuelle Planungen führen zu versehentlichen Überschneidungen, Pausen- oder Arbeitszeitverstößen. Gesetzliche Regularien (Arbeitszeitgesetz, Ruhezeiten etc.) werden schwerer einzuhalten, wenn es keine automatisierten Prüfmechanismen gibt. Digitale Dienstpläne helfen, Fehler zu vermeiden.
  • Motivationsprobleme & Fluktuation:Mitarbeitende, die ständig improvisieren, die nie sicher wissen, wann ihr nächster Dienst ist oder ihre Arbeitszeit korrekt erfasst wird, sind weniger motiviert – und neigen eher zur Jobwechsel. In Zeiten von Pflegenotstand kein unterschätzbarer Kostenfaktor.
  • Kosten durch Ineffizienz:Papier, Ausdrucke, manuelle Anpassungen, Nacharbeit – all das ist administrativer Aufwand ohne Mehrwert. Studien zeigen, dass digitale Personaleinsatzplanung und Zeiterfassung erhebliche Effizienzgewinne bringen.
In Zeiten von Personalmangel, Fachkräftefluktuation und steigendem Kostendruck birgt jeder dieser Punkte zusätzliche Risiken für das Team und die gesamte Einrichtung.

Praxisbeispiel: Zeitsprung im Seniorenheim „Haus an der Linde“

„Haus an der Linde“, eine Einrichtung mit 90 Mitarbeitenden, bewältigte bis 2024 Dienstplanung, Zeiterfassung und Abwesenheiten rein manuell. Die Verwaltung wuchs stetig, der Frust im Team auch:

Vor der Digitalisierung:

  • Monatlich rund 25 Stunden für Schichtplanerstellung und Korrekturen
  • Mehrere Urlaubsanträge pro Woche gingen „verloren“ oder wurden verspätet bearbeitet
Der digitale Wandel:Nach der Einführung eines digitalen HR-Systems konnten alle Mitarbeitenden ihre Arbeitszeiten per App erfassen. Dienstpläne wurden online veröffentlicht und automatisch an individuelle Wünsche angepasst. Urlaubs- und Fehltage wurden digital beantragt, genehmigt und konfliktsicher eingeplant. Spontane Lücken wurden innerhalb von Minuten durch gezielte Push-Nachrichten an verfügbare Kollegen gedeckt.

Das messbare Ergebnis nach wenigen Monaten:

  • 70% weniger Zeitaufwand für Planung und Nachbearbeitung
  • Keine verlorenen Anträge oder vergessene Korrekturen mehr
  • Höhere Zufriedenheit bei Mitarbeitenden und Führung
  • Verbesserte Einhaltung gesetzlicher Vorgaben
Lösungsansatz: Digitale Tools für Zeiterfassung, Abwesenheiten und Dienstplanung

Moderne Software-Lösungen vereinfachen Schichtplanung, Zeiterfassung undAbwesenheitsmanagementradikal und sind speziell für den Pflegealltag konzipiert.

Digitale Zeiterfassung:

  • Mitarbeitende stempeln sich mobil per App, am PC oder an Terminals ein und aus – auch unterwegs oder in verschiedenen Häusern.
  • Alle Zeiten, Pausen und Überstunden werden automatisch dokumentiert, Überstundensalden sichtbar gemacht und an die Lohnbuchhaltung übergeben.
  • Manipulation und Zettelwirtschaft sind ausgeschlossen – jede Änderung ist transparent nachvollziehbar.
Urlaubs- und Abwesenheitsmanagement:
  • Urlaubsanträge werden digital gestellt und automatisiert bearbeitet, inklusive Echtzeit-Übersicht über genehmigte und offene Anträge.
  • Fehlzeiten (z.B. Krankheit oder Fortbildung) werden zentral erfasst; das System schlägt automatisch Vertretungen vor.
  • Mitarbeitende können ihr Urlaubskonto jederzeit online einsehen.
Automatisierte Schicht- und Dienstplanung:
  • Dienstpläne werden nach vordefinierten Regeln (z.B. Qualifikation, Wünsche, Arbeitszeitgesetz) erstellt oder automatisch optimiert.
  • Schichtänderungen werden mit einem Klick an alle Teammitglieder verschickt; kurzfristige Lücken lassen sich durch Vorschlagsfunktionen sofort schließen.
  • Die Planungssoftware erkennt Konflikte und Doppelbelegungen frühzeitig, reduziert Fehler und Nachfragen spürbar.
Echtzeit-Auswertungen und Compliance:
  • Alle Arbeitszeiten, Planabweichungen sowie Urlaubs- und Fehlzeiten stehen auf Knopfdruck als Auswertung zur Verfügung, auch für den Betriebsrat oder externe Prüfer.
  • Rechtssicherheit: Die digitale Arbeitszeiterfassung ist DSGVO- und arbeitsrechtlich konform, inklusive revisionssicherer Dokumentation und Nachweisfunktion.
Handlungsempfehlung: Digitalisieren – aber realistisch und Schritt für Schritt

Was Entscheider wissen & tun müssen:

Herausforderung -Lösungsschritte

  • Widerstand gegen Veränderung - Kommunikation starten, Mitarbeitende einbinden, Pilotprojekte durchführen
  • Angst vor Technik/ Kosten - Anbieter vergleichen, Pilotierung, Kosten vs. Einsparpotenzial durch Zeit & Fehler berechnen
  • Schulung & Umsetzung - Workshops, einfache Tools, Support, klare Rollenverteilung
  • Datenschutz & Compliance - Achten auf datenschutzkonforme Lösungen, Verschlüsselung, DSGVO, geprüfte Systeme
Die Erfahrung zeigt: Digitalisierung gelingt, wenn sie als Prozess gestaltet und fest im Alltag verankert wird. Das sind die wichtigsten Schritte:
  1. Bedarfe erkennen, Prioritäten definieren: Fragen Sie Ihr Team, wo der aktuelleZeitdruck am größten ist – Dienstplanung, Zeiterfassung, Doku oder Kommunikation? Wählen Sie ein konkretes Pilotprojekt.
  2. Passende Lösung auswählen: Prüfen Sie Angebote, testen Sie Demo-Versionen und setzen Sie auf Anbieter mit Branchenerfahrung und Support.
  3. Mitarbeitende von Anfang an einbeziehen: Binden Sie Ihr Team frühzeitig ein, fördern Sie digitale Pioniere („Digital Leader“), motivieren Sie mit messbaren Zwischenzielen.
  4. Schrittweise einführen, Erfolge messen: Starten Sie mit einem System und bauen Sie aus, wenn es sitzt – immer begleitet von praxisnaher Schulung.
Gerade kleine, schnelle Erfolge zeigen: Digitalisierung ist nicht nur eine Investition, sondern ein Befreiungsschlag aus dem Überlastungs-Kreislauf.

Fazit: Freiraum gewinnen – Zukunft gestaltenDigitalisierung

Gerade im Pflegenotstand braucht es klare Strukturen statt zusätzlichem Aufwand.Wer heute umstellt, spart morgen Zeit – und entlastet seine Mitarbeiter schon jetzt.

Wer heute beginnt, Prozesse zu digitalisieren – der schafft Raum für das, was zählt: bessere Pflege, zufriedene Mitarbeitende, weniger Stress.

Machen Sie den ersten Schritt:Fordern Sie eine unverbindliche Software-Demo oder einen Flyer an und entdecken Sie, wie einfache digitale Lösungen Ihr Schichtplanungs- und Zeitmanagement revolutionieren können – für eine Pflege, die allen mehr Freiraum gibt.

Software / Digitalisierung / Pflege / Zeiterfassung / Dienstplanung
[pressebox.de] · 11.11.2025 · 10:00 Uhr
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