People Can Flys „Lost Rift“ landet am 25. September im PC Early Access
Wenn man den Namen People Can Fly hört, denkt das Gamer-Hirn sofort an einen ohrenbetäubenden Orkan aus Blei und Explosionen. Es denkt an das kinetische Ballett der Zerstörung in Bulletstorm oder die gnadenlose Power-Fantasy von Outriders. Die polnischen Entwickler sind die unbestrittenen Maestros des lauten, bombastischen Shooters. Und jetzt? Jetzt tun sie etwas Unerwartetes. Etwas, das sich fast wie ein Verrat an ihrer eigenen DNA anfühlt. Sie veröffentlichen ein Survival-Spiel mit Basisbau. Nach einer langen Funkstille, in der das Projekt fast von der Bildfläche verschwunden schien, taucht Lost Rift plötzlich aus der Versenkung auf und geht am 25. September in den PC Early Access.
Gestrandet, aber nicht allein
Die Ausgangslage klingt zunächst vertraut: Du und optional deine Freunde finden sich auf der mysteriösen Insel Pioneer’s Landing wieder, gestrandet und auf euch allein gestellt. Doch wer jetzt einen reinen, seelenlosen Überlebens-Sandkasten erwartet, irrt gewaltig. Die Entwickler versprechen zum Start des Early Access über zehn Stunden an narrativer PvE-Kampagne. Hier geht es nicht nur ums Sammeln von Stöcken und Steinen. Stattdessen entfaltet sich eine Geschichte mit Quests, überlebenden Charakteren, die rekrutiert werden wollen, und verschiedenen Biomen, die mit Geheimnissen gespickt sind. Für ein Spiel, das seine Wurzeln im Überlebenskampf hat, ist das ein erstaunlich starker Fokus auf eine von Hand geschaffene Erzählung. Man will hier offensichtlich mehr als nur den nächsten generischen Survival-Klon abliefern; man will eine Welt erschaffen, die eine Geschichte zu flüstern hat.
Das süße Gift der Expeditionsjagd
Neben dem kooperativen PvE-Erlebnis für bis zu vier Spieler existiert eine weitaus bösartigere, kompetitive Ader in Lost Rift. In speziellen PvEvP-Expeditionen betrittst du die Arena gegen andere Spieler in einem hochriskanten Spiel um wertvolle Beute. Das Prinzip ist so simpel wie brutal: Reingehen, wertvollen Loot sammeln und lebendig wieder entkommen. Der Haken, der diesen Modus in einen wahren Adrenalincocktail verwandelt, ist der unbarmherzige Extraktionsfokus. Sollte dein Team von anderen Spielern ausgelöscht werden, ist alles verloren. Jeder Schusswechsel wird zu einem Poker-Spiel mit Kugeln, bei dem der Einsatz dein gesamter Fortschritt der letzten halben Stunde ist. Es ist dieser Nervenkitzel, der den Puls in die Höhe treibt und glorreiche Siege von katastrophalen Niederlagen trennt.
Ein Fundament für die Zukunft
Unabhängig davon, ob du dich in die Story vertiefst oder dein Glück in den Expeditionen suchst, bildet der Basisbau das kreative Fundament des Spiels. Hier kannst du deiner Fantasie freien Lauf lassen und ein schützendes Heim errichten, das nicht nur funktional, sondern auch individuell ist. Natürlich befindet sich Lost Rift zum Start im Early Access, weshalb People Can Fly transparent darauf hinweist, dass noch nicht alles final poliert ist und man Platzhalter für einige Grafiken finden wird. Diese sollen jedoch im Laufe der Zeit aktualisiert werden. Eine öffentliche Roadmap, die alle geplanten Inhalte detailliert vorstellt, soll kurz vor dem Start veröffentlicht werden und zeigt, dass die Entwickler eine klare Vision für die Zukunft ihres neuen, ungewöhnlichen Babys haben. Dies ist erst der Anfang einer langen Reise.


