Paxos mintet versehentlich 300 Billionen PYUSD – Das ist passiert

16. Oktober 2025, 21:45 Uhr · Quelle: BTCStar
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Foto: @David McBee via Pexels
Paxos hat versehentlich 300 Billionen PYUSD gemintet, was die Krypto-Community schockierte. Das Ereignis unterstreicht Risiken bei Stablecoins und regt zu Diskussionen über Regulierung an.

In einem unerwarteten und fast surrealen Vorfall hat Paxos, der Herausgeber des PYUSD-Stablecoins von PayPal, versehentlich 300 Billionen PYUSD – ja, mit einem "T" – heute früher am Tag gemintet, nachdem bei der vorgesehenen Transaktion sechs Nullen hinzugefügt wurden. Der Fehler wurde schnell korrigiert, als Paxos die überschüssigen Token verbrannte und die korrekte Menge von 300 Millionen PYUSD erneut ausgab. Doch nicht bevor die Krypto-Community die schwindelerregende Zahl bemerkte.

Um das Ausmaß des Fehlers zu verdeutlichen: 300 Billionen PYUSD hätten die gesamte US-Geldmenge (M2) – derzeit etwa 21 Billionen $ – um fast das 14-fache übertroffen. In globalen Begriffen würde es fast das Dreifache der geschätzten weltweiten M2 darstellen, ungefähr 100 Billionen $. Mit anderen Worten, für einen kurzen Moment hatte Paxos genug digitale Dollar "erschaffen", um nahezu jedes börsennotierte Unternehmen der Welt zu kaufen.

Der Vorfall löste eine Welle des Unglaubens und Humors in den sozialen Medien aus, wobei Händler und Analysten spotteten, was möglicherweise der größte Minting-Fehler in der Geschichte der Kryptowährungen hätte sein können. Während Paxos schnell handelte, um den Fehler rückgängig zu machen und bestätigte, dass keine Gelder betroffen waren, hat das Ereignis erneut Diskussionen über die Präzision von Smart Contracts, das Risikomanagement von Stablecoins und die potenziellen Folgen solcher Fehler in großen finanziellen Systemen entfacht.

Paxos reagiert auf Minting-Fehler, löst Debatte über Stablecoin-Aufsicht aus

Am Mittwochnachmittag hat Paxos die Situation direkt auf X adressiert und bestätigt, dass das Minting von 300 Billionen PYUSD das Ergebnis eines internen Fehlers während einer routinemäßigen Übertragung war. Das Unternehmen erklärte:

“At 3:12 PM EST, Paxos mistakenly minted excess PYUSD as part of an internal transfer. Paxos immediately identified the error and burned the excess PYUSD. This was an internal technical error. There is no security breach. Customer funds are safe. We have addressed the root cause.”

Die Anerkennung beruhigte sofortige Ängste vor einem Sicherheitsbruch oder Verlust von Geldern, doch das Ereignis wurde schnell zum Gegenstand weit verbreiteter Witze und Kritik in der Krypto-Community. Händler und Entwickler machten sich darüber lustig, dass ein paar falsch platzierte Nullen die globale Liquidität für einen Moment um Billionen von Dollar aufblähen könnten – eine deutliche Erinnerung daran, dass selbst die am stärksten regulierten Emittenten menschliche oder technische Fehler machen können.

Obwohl das Problem innerhalb von Minuten gelöst wurde, entfachte es erneut die Debatte über das Verfahren der Stablecoin-Minting und die Notwendigkeit von Echtzeit-Transparenz und Schutzmaßnahmen. Einige Branchenbeobachter argumentierten, dass solche Vorfälle unterstreichen, warum Stablecoin-Emissionen strengeren Regulierungsstandards unterliegen sollten, insbesondere wenn sie mit großen Institutionen wie PayPal verbunden sind. Andere argumentierten dagegen, dass die Transparenz der Blockchain wie beabsichtigt funktionierte – der Fehler war sofort sichtbar, überprüfbar und ohne Schaden korrigiert.

Letztendlich hebt das Ereignis eine tiefere Spannung im Stablecoin-Sektor hervor: Wie man Innovation und Automatisierung mit dem Maß an Aufsicht und Verantwortung in Einklang bringt, das von Entitäten erwartet wird, die effektiv digitale Darstellungen von echtem Geld ausgeben.

Stablecoin-Dominanz zeigt wachsende Marktvorsicht

Das Chart zeigt, dass die Marktbeherrschung der Stablecoins auf 8,49% gestiegen ist, was auf eine bemerkenswerte Verschiebung hin zu Risikovermeidung nach der scharfen Marktkorrektur am letzten Freitag hinweist. Historisch gesehen spiegelt eine steigende Stablecoin-Dominanz wider, dass Händler Kapital in Sicherheit rotieren – Stablecoins wie USDT, USDC oder DAI halten anstelle von volatilen Vermögenswerten wie Bitcoin oder Altcoins.

Nachdem sie Ende September unter 7,5% gefallen war, erholte sich die Dominanz während des Crashs letzter Woche stark und stieg sogar kurzzeitig auf nahezu 9,5%, das höchste Niveau seit Anfang Juni. Diese Zunahme stimmt mit der massiven Minting-Aktivität von Tether und Circle überein, die nach dem Ausverkauf zusammen über 4,5 Milliarden $ in neuen Stablecoins ausgegeben haben. Der Schritt deutet darauf hin, dass große Akteure und Institutionen Liquiditätsreserven für potenzielle Markteintritte oder Risikomanagement vor dem Hintergrund anhaltender Unsicherheit vorbereiten.

Wenn sich die Dominanz weiterhin um 8–9% konsolidiert, könnte dies darauf hindeuten, dass Investoren noch zögern, Kapital in Krypto-Vermögenswerte wieder einzusetzen und auf eine Bestätigung eines Markttiefs warten. Umgekehrt könnte ein anhaltender Rückgang unter 8% erneutes Vertrauen und Zuflüsse in Bitcoin und Altcoins markieren. Vorläufig zeigt das Diagramm auf einen vorsichtigen, aber liquiden Markt, in dem die Teilnehmer bereit sind zu handeln, sobald die Volatilität stabilisiert ist.

Finanzen / Crypto / Stablecoin / Paxos / PYUSD
16.10.2025 · 21:45 Uhr
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