Partnerschaft im Aufwind: Großbritannien und Türkei einigen sich auf Eurofighter-Export
Eine neue Dimension in der Verteidigungspartnerschaft zwischen Großbritannien und der Türkei steht bevor. Die Verteidigungsministerien beider Länder verkündeten die Unterzeichnung einer Absichtserklärung zum Export von Eurofighter-Kampfjets. Die Türkei plant die Anschaffung von 40 Jets, die in Großbritannien produziert werden. Bisherige Verhandlungen scheiterten an der fehlenden Zustimmung aus Deutschland, welches als Teil des europäischen Gemeinschaftsprojekts sein Einverständnis für den Export geben muss.
Die Hoffnung auf eine Einigung ist gestiegen, wie aus einer Mitteilung aus London hervorgeht. Ein erfolgreicher Vertrag könnte das Abschreckungspotenzial der NATO stärken und zugleich Tausende von Arbeitsplätzen in Großbritannien sichern. Der britische Verteidigungsminister John Healey lobte die Absichtserklärung als bedeutenden Fortschritt. Premierminister Keir Starmer betonte zudem, dass ein solches Abkommen mit Ankara langfristig 20.000 Arbeitsplätze sichern könnte.
Hintergrund der intensiveren Beziehungen ist der Ausschluss der Türkei aus dem F-35-Programm der USA, nachdem Ankara das russische S-400-Raketenabwehrsystem erworben hatte. Die USA befürchteten Datenlecks über die Tarnkappentechnologie des F-35. Laut dem türkischen Verteidigungsministerium zielt der Erwerb der Eurofighter jedoch nicht auf eine F-35-Alternative ab, sondern auf eine Diversifizierung der Verteidigungsfähigkeiten.

