Pariser Terroranschlag: Europa im Kampf gegen islamistischen Extremismus
Ein erneuter Terroranschlag erschüttert Europa. Diesmal traf es die französische Hauptstadt Paris, wo ein mutmaßlicher islamistischer Extremist mehrere Menschen angriff. Die Tragödie wirft erneut Fragen über den Stand der Integration und die Wirksamkeit der Terrorabwehr in Europa auf.
Frankreich ist schon seit Jahren besonders von islamistisch motivierten Anschlägen betroffen. Doch auch in Deutschland gab es genug Fälle, die zu ernsthaften Überlegungen über die Integration und Sicherheitslage im Land geführt haben. Die Terrorabwehr ist nicht allein den Sicherheitsbehörden überlassen. Europäische Gesellschaften haben es versäumt, ihre Werte bei Einwanderern und deren Nachkommen ausreichend durchzusetzen. Dieser politisch inakzeptable Zustand muss angegangen werden.
Viele Probleme in der Integration hängen mit dem Diskurs in der islamischen Welt zusammen, der oft zu viel Einfluss auf die hiesigen Minderheiten hat. Es müssen daher auch politische Anstrengungen unternommen werden, um extremistische Ideologien zu bekämpfen und eine Atmosphäre des Dschihadismus einzudämmen. Der französische Innenminister Darmanin betonte, dass die aktuelle Lage in Frankreich besorgniserregend ist und dringend gehandelt werden muss.
Wichtig ist aber auch, dass sich Politiker aller Parteien klar von extremistischen Gruppierungen wie der Hamas distanzieren. Nur so kann ein deutliches Zeichen gegen jegliche Form des Terrorismus gesetzt werden.
Die aktuelle Terrorgefahr in Europa ist nicht zu unterschätzen. Es bedarf einer intensiven Zusammenarbeit zwischen den Sicherheitsbehörden, aber auch einer Stärkung der Präventions- und Integrationsarbeit. Europas Grundwerte und die Sicherheit der Bevölkerung dürfen nicht länger aufs Spiel gesetzt werden. (eulerpool-AFX)

