Paris und Berlin: Ein neuer Schulterschluss für Europa
Deutschlands neuer Finanzminister Lars Klingbeil hat während seines ersten offiziellen Besuchs in Paris die Bedeutung einer intensiven Zusammenarbeit mit Frankreich unterstrichen. Unklar bleibt, inwieweit die neue Bundesregierung bereit ist, auf Forderungen aus Frankreich, wie die gemeinsame europäische Schuldaufnahme, einzugehen. Der SPD-Politiker hielt sich hierzu bedeckt, betonte jedoch die gemeinsame Verantwortung, Europa voranzubringen.
Nach einem Treffen mit seinem französischen Amtskollegen Éric Lombard hob Klingbeil hervor, dass Europa unbedingt gestärkt werden müsse, was nur durch gemeinsame und mutige Schritte beider Nationen gelingen könne. Lombard pflichtete ihm bei und betonte die Notwendigkeit verstärkter Kooperation zwischen Frankreich und Deutschland.
Um weltweit konkurrenzfähig zu bleiben und zu tragfähigen Handelsabkommen mit den USA und China zu gelangen, sei es essentiell, mehr Energie in die bilateralen Beziehungen zu investieren. Die geplanten Erhöhungen der Verteidigungsausgaben sollen hierbei aus den nationalen Haushalten gedeckt werden, trotz der unterschiedlichen finanziellen Ausgangssituationen beider Länder.
Besonders die hohe Staatsverschuldung in Frankreich, die auch in Deutschland und auf EU-Ebene kritisch beobachtet wird, beschäftigt die Politik. Lombard räumte ein, dass ein gestiegenes Augenmerk auf die Kontrolle der öffentlichen Finanzen erforderlich sei, um nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu gewährleisten.

