Paramilitärs im Südsudan melden Einnahme von Provinzhauptstadt

26. Oktober 2025, 19:17 Uhr · Quelle: dts Nachrichtenagentur
Südsudan (Archiv)
via dts Nachrichtenagentur
Südsudan (Archiv)
Die paramilitärische RSF hat nach eigenen Angaben Al-Faschir eingenommen, was den Kampf gegen die Armee verschärft. Menschenrechtsverletzungen und eine humanitäre Krise sorgen für wachsende Bedenken.

Al-Faschir - Im Südsudan hat die paramilitärische RSF hat nach eigenen Angaben die Kontrolle über die Provinzhauptstadt Al-Faschir übernommen. Laut einer am Sonntag veröffentlichten Erklärung sprach die RSF von einem "bedeutenden Wendepunkt" im Kampf gegen die regulären Streitkräfte. Weiter erklärte die Gruppierung, sie habe die Stadt "aus den Fängen von Söldnern und Milizen befreit, die mit der Terrorarmee verbündet sind".

Nach Angaben der RSF gelang es ihren Truppen zuvor, einen strategischen Militärstützpunkt einzunehmen und die Armee zum Rückzug zu zwingen. In der Mitteilung hieß es weiter, man arbeite mit einer "Gründungsregierung" zusammen, um den Schutz von Zivilisten, die Rückkehr von Vertriebenen und die Bereitstellung humanitärer Hilfe zu gewährleisten.

Unabhängige Bestätigungen gab es zunächst nicht, manche Zeugenberichte scheinen die Darstellung der Paramilitärs aber zu bestätigen. Auch Videos, die RSF-Mitglieder in der bisher von der Armee gehaltenen Basis zeigen, scheinen echt zu sein.

Ein Sprecher des sogenannten "Volkswiderstands" wies die Darstellung der RSF dagegen zurück. Die Bevölkerung der Stadt verteidige weiterhin "ihr Land und ihre Würde", erklärte er in sozialen Medien. Er sprach von einer "irreführenden Medienkampagne" der RSF, die darauf abziele, Panik zu verbreiten.

Laut örtlichen Quellen zogen sich Einheiten der Armee nach schwerem Beschuss durch die RSF aus ihrem Hauptquartier zurück und verlegten ihre Stellungen in den Westen der Stadt. Armeenahe Plattformen berichteten, dass die Kämpfe in Al-Faschir andauerten.

In den vergangenen Tagen sollen die RSF bereits mehrere Regierungsgebäude und Institutionen in der Nähe des Militärstützpunkts eingenommen haben, wodurch sich die Belagerung der Stadt weiter verschärft habe.

Menschenrechtsorganisationen und Anwohner werfen den RSF vor, bei ihren Angriffen schwere Menschenrechtsverletzungen begangen zu haben. Demnach seien Märkte, Krankenhäuser und Unterkünfte für Vertriebene gezielt angegriffen worden, was zahlreiche zivile Opfer und eine Verschärfung der humanitären Krise zur Folge gehabt habe.

Die Rapid Support Forces (RSF) gingen aus den berüchtigten Dschandschawid-Milizen hervor, die während des Darfur-Konflikts in den 2000er-Jahren wegen massiver Menschenrechtsverletzungen bekannt wurden. Ursprünglich von der Regierung in Khartum als Hilfstruppe gegen Rebellen eingesetzt, entwickelten sich die RSF unter ihrem Kommandeur Mohamed Hamdan Daglo ("Hemedti") zu einer eigenständigen Machtbasis.

Seit April 2023 befindet sich die RSF in einem blutigen Machtkampf mit der sudanesischen Armee unter General Abdel Fattah al-Burhan. Der Konflikt, der nach dem Zerbrechen der gemeinsamen Übergangsregierung ausbrach, hat große Teile des Landes verwüstet, Zehntausende Menschen getötet und Millionen zur Flucht gezwungen. Al-Faschir ist eine der letzten Städte in Darfur, die bislang unter Kontrolle der Armee stand - ihr Fall wäre ein schwerer Rückschlag für die regulären Streitkräfte. Die Stadt wurde seit 18 Monaten belagert, schätzungsweise rund 300.000 Menschen sind in ihr eingeschlossen.

Vermischtes / Südsudan / Militär / Gewalt
26.10.2025 · 19:17 Uhr
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