Oxfam-Analyse: Wohlstand und Klima im Ungleichgewicht
Neuste Erkenntnisse der Organisation Oxfam werfen ein Schlaglicht auf die gravierenden Unterschiede in puncto CO2-Ausstoß zwischen wohlhabenden und ärmeren Bevölkerungsgruppen. Laut der Analyse verursachen die wohlhabendsten 0,1 Prozent der Weltbevölkerung pro Kopf täglich mehr als 800 Kilogramm CO2, wogegen die ärmsten 50 Prozent nur auf zwei Kilogramm kommen. Seit 1990 sei bei den Reichsten ein überproportionaler Anstieg der Pro-Kopf-Emissionen zu verzeichnen. Auch in Deutschland zeigt sich ein ähnliches Bild, gestützt auf Daten aus dem Jahr 2022.
Dort liegt der tägliche Pro-Kopf-Ausstoß der reichsten 0,1 Prozent bei über 840 Kilogramm CO2, während die ärmsten 50 Prozent auf 16 Kilogramm kommen. Ein erheblicher Teil der wohlhabenden Elite lebt laut der Analyse im globalen Norden, also in wirtschaftlich stärkeren Ländern. Für ihre Untersuchung nutzte Oxfam CO2-Emissionsdaten von 196 Ländern sowie Erkenntnisse zur globalen Vermögensverteilung. Die Autoren des Berichts postulieren einen Zusammenhang zwischen Einkommen und CO2-Emissionen, wobei sie jedoch gewisse Schwankungsbreiten berücksichtigen.

