Overhaul sammelt $105 Mio. ein und verstärkt Fokus auf KI und Übernahmen
Das texanische Supply-Chain-Unternehmen Overhaul hat in einer Series-C-Runde $105 Mio. eingesammelt, um die steigende Nachfrage nach Frachtüberwachung und Schutz vor Cargo Theft zu bedienen. Angeführt wurde die Runde von Springcoast Partners und Edison Partners, ergänzt durch Fremdkapital von MidCap Financial. Seit seiner Gründung 2016 hat Overhaul damit insgesamt $215 Mio. aufgenommen.
Das frische Kapital soll in den Ausbau von Künstlicher Intelligenz und in Zukäufe fließen. Erst diese Woche übernahm Overhaul den Supply-Chain-Spezialisten FreightVerify. Angaben zur Bewertung machte das Unternehmen nicht.
Overhaul stattet Versender mit Tracking-Geräten aus, die sich mit der eigenen Plattform verbinden und Echtzeitdaten liefern. Kunden wie Microsoft, Bristol-Myers Squibb oder Acer nutzen den Service, um Lieferungen nicht nur zu lokalisieren, sondern auch Risiken wie Diebstahl oder unautorisierte Zugriffe frühzeitig zu erkennen. „Wenn etwas passiert, das nicht passieren sollte, sind wir sofort zur Stelle“, erklärte CEO Barry Conlon.
Die Effizienz solcher Systeme zeigte sich jüngst, als Overhaul im Juni Echtzeitdaten und Fotos an die Polizei übermittelte, die zur Sicherstellung einer gestohlenen Elektroniklieferung im Wert von $1,6 Mio. führten. Angesichts von über 880 gemeldeten Fracht-Diebstählen in den USA und Kanada allein im zweiten Quartal – ein Anstieg um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr – wächst die Nachfrage nach präventiver Technologie.
Während Investitionen in Supply-Chain-Technologie nach dem Boom der Pandemie abgenommen haben, bleibt das Segment rund um AI-gestützte Sicherheit besonders attraktiv. „Neben AI ist Fracht- und Sicherheitssoftware einer der heißesten Bereiche der Supply-Chain-Tech-Investments der vergangenen Jahre“, sagte Investor Julian Counihan von Schematic Ventures.

