Die Lage im Überblick

Osterwaffenruhe in der Ukraine abgelaufen

13. April 2026, 04:58 Uhr · Quelle: dpa
Wladimir Putin
Foto: Sergei Karpukhin/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa
Kremlchef Putin hatte verfügt, dass für 32 Stunden die Waffen bis Mitternacht Ortszeit am Sonntag schweigen sollen. (Archivbild)
Die von Kremlchef Putin angeordnete Waffenruhe zum orthodoxen Osterfest ist beendet. Wie schon im Vorjahr warfen sich die Konfliktparteien unzählige Verstöße vor.

Kiew/Moskau (dpa) - Die von Moskau angeordnete Waffenruhe zum orthodoxen Osterfest ist um Mitternacht (23 Uhr MESZ) abgelaufen. Wie schon bei früheren Waffenruhen zu Feiertagen bezichtigten sich die Kriegsparteien gegenseitig, gegen die Anordnung verstoßen zu haben. Sowohl Russland als auch die Ukraine berichteten von weiteren Angriffen der jeweiligen Gegenseite, allerdings in kleinerem Maßstab als sonst. 

Anders als zuvor gab es nach Angaben des Generalstabs in Kiew keine Angriffe mit russischen Raketen und Gleitbomben und damit insgesamt auch weniger Opfer und Zerstörung als an anderen Tagen des Moskauer Angriffskrieges. Russland wiederum verzeichnete seinerseits keine ukrainischen Angriffe auf die für die Kriegswirtschaft wichtige Ölindustrie.

Kremlchef Wladimir Putin hatte verfügt, dass für 32 Stunden die Waffen bis Mitternacht Ortszeit am Sonntag schweigen sollen, damit die Menschen in Russland und in der Ukraine in Ruhe Ostern feiern können. Die orthodoxen Christen feiern in diesem Jahr eine Woche nach den westlichen Kirchen Ostern.

Gefangenenaustausch 

Kurz vor Beginn der Feierlichkeiten tauschten das russische und das ukrainische Militär Hunderte Gefangene aus – jeweils 175 Militärangehörige und 7 Zivilisten. Beide Seiten kündigten an, dass die immer wieder vollzogenen Austausche fortgesetzt werden sollen. Das ukrainische Militär warf Russland vor, am Sonntag mehrere russische Kriegsgefangene an der Front mit Kampfdrohnen angegriffen und verletzt zu haben. Die Angaben konnten nicht unabhängig geprüft werden.

Gespannte Lage an der Front

Die Lage an der Front blieb gespannt. Der ukrainische Generalstab registrierte 2.299 Verletzungen der seit Samstag geltenden Waffenruhe. Konkret gab es demnach unter anderem 479 Fälle von Beschuss und rund 1.800 Angriffe mit kleineren Drohnen. «Schläge mit Raketen, Gleitbomben und Drohnen vom Typ Shahed gab es nicht», teilte der Generalstab weiter mit. Am Sonntag seien von den Fronten im Osten des Landes 55 Gefechte infolge russischer Angriffe gemeldet worden. Auch dies ließ sich nicht unabhängig überprüfen.

Verletzte im Gebiet Charkiw

Auch die ukrainischen Luftstreitkräfte bestätigten, dass es für sie eine Pause von 18 Stunden gegeben habe. Am Morgen habe es allerdings im Gebiet Sumy einen für die Flugabwehr relevanten russischen Drohnenangriff gegeben. Im Gebiet Charkiw im Osten der Ukraine meldeten die Behörden nach einem russischen Drohnenangriff während der Waffenruhe zwei Verletzte in einem Lebensmittelgeschäft.

Das russische Verteidigungsministerium warf seinerseits der Ukraine gezielte Angriffe vor. Die ukrainische Armee habe trotz des Osterfriedens russische Stellungen unter anderem im Raum Pokrowsk im Gebiet Donezk sowie im Gebiet Dnipropetrowsk angegriffen. «Alle Attacken wurden abgewehrt», hieß es. Aus der südrussischen Region Belgorod wurde ein Angriff mit einer ukrainischen Drohne gemeldet, durch die ein Bewohner verletzt wurde.

Selenskyj scheitert mit Vorschlag zur Verlängerung der Waffenruhe

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj scheiterte mit einem Vorschlag, aus der Waffenruhe einen dauerhaften Waffenstillstand zu machen. Kremlsprecher Dmitri Peskow bekräftige im russischen Staatsfernsehen, dass die Kampfhandlungen nach Ablauf wieder aufgenommen würden, wenn Selenskyj keine Entscheidung treffe, sich auf die russischen Bedingungen für einen Frieden einzulassen. Die von Moskau geforderte Gebietsabtretung im Donezk-Gebiet als Grundlage für Friedensgespräche lehnt Kiew weiterhin kategorisch ab. 

Bei Donezk stehen Peskow nach noch etwa 18 Prozent des Gebiets unter ukrainischer Kontrolle. Die Ukraine kontrolliert dort ihre strategisch wichtigen Städte Kramatorsk und Slowjansk. 

Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen einen russischen Angriffskrieg.

Konflikte / Krieg / Religion / Feiertag / Ukraine / Russland / Gefangenenaustausch
13.04.2026 · 04:58 Uhr
[0 Kommentare]
Thalia (Archiv)
Hagen - Der Chef der Buchhandelskette Thalia, Ingo Kretzschmar, plant eine massive Expansion in den Spielwarenhandel. Perspektivisch sehe er ein Potenzial von rund 150 Spielwarenläden, sagte Kretzschmar dem "Handelsblatt". Der Umsatzanteil könnte bei Thalia insgesamt bei rund 18 Prozent liegen. Das wäre ein Umsatzpotenzial von fast 400 Millionen Euro. […] (00)
vor 12 Minuten
Kneecap
(BANG) - Kneecap werden die Gewinne ihres neuen Albums 'Fenian' an wohltätige Organisationen spenden. Das zweite Studioalbum der Band aus West-Belfast – der Nachfolger von 'Fine Art' – erschien am 1. Mai und schoss in Großbritannien bereits auf Platz zwei der Charts. Damit ist es das irischsprachige Album mit der höchsten Chartplatzierung in der […] (01)
Gestern um 14:30
BMW will Leistung von Hybridautos drosseln, die kaum elektrisch fahren
Hybridfahrzeuge sollen ein Schritt auf dem Weg zum elektrischen Autoverkehr sein. Deshalb fördert der Staat solche Autos sowohl für die private Nutzung als auch im gewerblichen Bereich. Das Problem: Viele Autokäufer greifen die Förderung ab, fahren dann aber so gut wie nie elektrisch, sondern ausschließlich mit dem Verbrennerantrieb. Darum schlägt der […] (03)
vor 7 Stunden
Nintendo-Fans hoffen auf die Rückkehr eines der besten Zelda-Spiele
Kaum ein Zelda-Spiel hat einen so legendären Ruf wie The Legend of Zelda: Ocarina of Time. Das Nintendo 64-Abenteuer von 1998 gilt bis heute als eines der wichtigsten Spiele aller Zeiten. Jetzt kocht ein Gerücht wieder hoch, das viele Fans seit Jahren begleitet: Nintendo könnte doch an einem großen Ocarina of Time Remake für die Nintendo Switch 2 […] (00)
vor 6 Stunden
ARTE zeigt Natur im Ausnahmezustand
«In der Klemme? Hitzestress in den Calanques von Marseille» beleuchtet die Folgen extremer Hitze für ein sensibles Ökosystem. Mit der Dokumentation In der Klemme? Hitzestress in den Calanques von Marseille setzt ARTE am Dienstag, 16. Juni 2026, um 18.35 Uhr einen eindringlichen Fokus auf die Auswirkungen des Klimawandels im Mittelmeerraum. Der 44-minütige Film von Sacha Bollet, bereits ab dem […] (00)
vor 3 Stunden
Fortuna Düsseldorf - SV Elversberg
Düsseldorf (dpa) - Das Schneckenrennen um den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga entscheidet sich erst am letzten Spieltag. Angeführt von der SV Elversberg patzten alle drei verbliebenen Anwärter der 2. Bundesliga - und gehen nun mit jeweils 59 Zählern punktgleich ins große Finale um Platz zwei hinter dem FC Schalke 04. Elversberg verlor deutlich mit 1: […] (00)
vor 37 Minuten
kostenloses stock foto zu bargeldersatz, bitcoin, bitcoin-einführung
Bitcoin handelt weiterhin innerhalb einer breiteren Erholungsstruktur, nachdem es sich stark von der $60.000-Marke erholt hat. Trotz des jüngsten Aufwärtstrends kämpft der Markt jedoch damit, eine entscheidende Widerstandszone im Bereich von $80.000 zurückzuerobern, wo die nächste größere Kursbewegung wahrscheinlich entstehen wird. […] (00)
vor 31 Minuten
Zahnerkrankungen als Risiko für Herz-Kreislauf und Stoffwechsel
Mörfelden-Walldorf, 10.05.2026 (lifePR) - Dass Zähne einen großen Einfluss auf die gesamte körperliche Gesundheit haben, ist heute gut belegt. Bleiben Erkrankungen im Mundraum wie Karies oder ein abgestorbener Zahn unbehandelt, kann das weitreichende Folgen für den gesamten Organismus haben. Im aktuellen Blogbeitrag wird beleuchtet, welche […] (00)
vor 8 Stunden
 
Putin und Schröder
Moskau (dpa) - Kremlchef Wladimir Putin hat den seit langem mit ihm befreundeten Altkanzler […] (10)
Neue Technik steigert Biogas-Ertrag aus Klärschlamm von unter 40 auf 83 Prozent
Klärschlamm ist nicht einfach stinkender Müll, sondern ein wertvoller Rohstoff und […] (02)
Hantavirus-Ausbruch - an Bord des Kreuzfahrtschiffes MV Hondius
Berlin (dpa) - Die Passagiere des Kreuzfahrtschiffs «Hondius» sollen von Teneriffa aus in ihre […] (00)
Netzwerk-Patchpanel (Archiv)
Berlin - Die digitale Bedrohung für Deutschland hat sich offenbar massiv verschärft. […] (01)
TSG 1899 Hoffenheim - Werder Bremen
Sinsheim (dpa) - Die TSG 1899 Hoffenheim bleibt bis zum Schluss im Rennen um einen […] (04)
Apple und Intel kooperieren wieder bei zukünftigen Chips
Einem aktuellen Bericht zufolge haben Apple und Intel eine vorläufige Vereinbarung […] (00)
NBC bestellt vier neue Serien für die Saison 2026/27
Mit «The Rockford Files», «Line of Fire», «Sunset P.I.» und «Newlyweds» baut der Sender sein […] (00)
Halo steht vor dem nächsten großen Neustart und Master Chief könnte zurückkehren
Bei Halo könnte sich im Hintergrund mehr tun, als Microsoft bisher offiziell zeigt. […] (00)
 
 
Suchbegriff