Österreich in Schockstarre: Schmerzhafte Trauer nach Amoklauf an Grazer Schule
In Österreich herrscht tiefe Anteilnahme und Fassungslosigkeit, nachdem ein tragisches Ereignis in Graz das Land erschüttert hat. An einem renommierten Bundes-Oberstufenrealgymnasium entfesselte ein 21-jähriger ehemaliger Schüler ein unfassbares Gewaltverbrechen. Der junge Mann, der zwei legale Waffen in seinem Besitz hatte, richtete zunächst seine Angriffe gegen Schüler sowie Lehrkräfte, bevor er schließlich sich selbst tötete. Bei dieser entsetzlichen Tat kamen neun Menschen um, darunter sechs Frauen und drei Männer. Zusätzlich zu den Toten meldete Innenminister Gerhard Karner zwölf teils schwer Verletzte.
Die dramatischen Ereignisse begannen gegen 10 Uhr mit den ersten Notrufen, welche die Polizei über Schüsse und Schreie informierten. Rasch intervenierten Spezialeinheiten, evakuierten das Gebäude und wiesen die Bevölkerung an, das Gebiet zu meiden. Unterstützung leisteten rund 300 Polizisten sowie über 160 Rettungskräfte, die von mehreren Rettungshubschraubern unterstützt wurden. Ein Alarmplan des Landes stellte die Versorgung der Verletzten sicher.
Bundeskanzler Christian Stocker sprach der betroffenen Gesellschaft sein tiefes Mitgefühl aus und betonte die Notwendigkeit des Zusammenhalts in diesen dunklen Stunden. Mario Kunasek, Ministerpräsident der Steiermark, unterstrich die Tragweite dieses schockierenden Ereignisses und setzte alle öffentlichen Veranstaltungen für die nächsten drei Tage aus.
Österreich gedenkt der Opfer mit drei Tagen Staatstrauer, wobei nationale Symbole wie die Flaggen an der Präsidentschaftskanzlei und dem Bundeskanzleramt sowie an anderen offiziellen Gebäuden auf halbmast wehen werden. Eine landesweite Trauerminute soll den Opfern Ehre erweisen. Auch aus Deutschland sprach Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier seine tiefe Anteilnahme aus und der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte sein Erschüttern über die Tragödie.
Die aktuelle Tat ist Erinnerung an frühere Vorfälle, die das Land bereits erschüttert haben. Graz, die zweitgrößte Stadt Österreichs, sieht sich nach einer ähnlichen Amokfahrt vor knapp einem Jahrzehnt erneut im Zentrum eines Dramas.

