Optimistischer Ausblick bei Befesa trotz Quartalsdämpfer
Der Industrie-Recycler Befesa zeigt sich nach einem soliden Start ins Jahr auch im zweiten Quartal weiterhin robust. Trotz herausfordernder Wartungsarbeiten konnte das Unternehmen seinen Gewinn steigern und profitierte dabei von historischen Tiefstständen bei Zinkschmelzhütten sowie operativen Fortschritten. Der Umsatz verzeichnete zwar einen Rückgang und das Gewinnwachstum im Tagesgeschäft verlangsamte sich, jedoch bleibt das Unternehmen zuversichtlich, eine stärkere zweite Jahreshälfte zu erleben.
Konzernchef Asier Zarraonandia blickt positiv in die Zukunft: Mit abgeschlossenen Wartungsarbeiten sind die Grundlagen gelegt, um in den kommenden Monaten von höheren Volumina und gesteigerter Effizienz zu profitieren. Diese positive Haltung fand Anklang an der Börse, wo die Befesa-Aktie mit einem Plus von rund fünf Prozent zu den Favoriten im SDax zählte und seit Jahresbeginn um beeindruckende 30 Prozent zulegte.
Finanzanalysten, wie Fabian Piasta von Jefferies, zeigten sich zufrieden mit den aktuellen Quartalszahlen. Zwar litten die Umsätze unter den Anlagenstillständen, jedoch überzeugte Befesa gewinnseitig mit robusten Margen. Im vergangenen Quartal stieg das bereinigte Ebitda um 3,2 Prozent auf 56,3 Millionen Euro, während sich der Nettogewinn auf 21,4 Millionen Euro verdoppelte – trotz eines Umsatzrückgangs um 9 Prozent auf 293 Millionen Euro.
Für das laufende Jahr erwartet Befesa weiterhin einen Gewinnanstieg im operativen Geschäft auf 240 bis 265 Millionen Euro, auch wenn bisher erst 112 Millionen Euro zu Buche stehen. Zarraonandia rechnet in der zweiten Jahreshälfte mit höheren Stahlstaubmengen und einer verbesserten Effizienz, insbesondere in den USA. Neue Lieferverträge und die Wiederinbetriebnahme von Öfen in Pennsylvania dürften die Ertragslage stärken.
Gleichwohl bleibt der Konzern hinsichtlich der Entwicklung in den Aluminiummärkten zurückhaltend, da diese weiterhin von Herausforderungen im Automobilsektor geprägt sind.

