Optimistische Winde an den asiatisch-pazifischen Börsen
An den führenden Aktienmärkten der asiatisch-pazifischen Region erlebten Investoren am Mittwoch einen leichten Aufwärtstrend. Die Konjunkturmaßnahmen aus China verliehen den Märkten positive Impulse, die selbst die trüben Vorgaben der Wall Street überstrahlten.
Im Rahmen dieser wirtschaftlichen Maßnahmen kündigte Pan Gongsheng, der Gouverneur der Zentralbank in Peking, eine Senkung des Mindestreservesatzes (RRR) um 0,5 Prozentpunkte an. Mit dieser Strategie möchte man den Kapitalfluss gleich um eine Billion Yuan verstärken. Banken erhalten dadurch die Möglichkeit, mehr Geld in den Umlauf zu bringen, insbesondere in Form von Krediten.
Diese Änderungen sollen in Kürze eingeführt werden. Darüber hinaus verkündete die Bank eine Absenkung des Leitzinses um 0,1 Prozentpunkte auf 1,4 Prozent und passte zudem den Zinssatz für Baufinanzierungen um 0,25 Punkte nach unten an. Experten der Deutschen Bank sehen in diesen Maßnahmen eine deutliche Hinwendung zu einer lockeren Geldpolitik.
Zusätzlich gibt es Anzeichen einer Entspannung im Handelsstreit. So ist ein hochrangiges Treffen vorangekündigt: Am 8. Mai soll der US-Finanzminister Scott Bessent in der Schweiz Gespräche mit einem chinesischen Wirtschaftslenker führen, so das US-Finanzministerium.
In Hongkong legte der Hang-Seng-Index um 0,36 Prozent auf 22.745,34 Punkte zu, während der chinesische CSI-300-Index um 0,33 Prozent auf 3.821,10 Punkte stieg. Japans Märkte blieben stabil, der Nikkei-Index gab leicht um 0,1 Prozent auf 36.779,66 Punkte nach – beeinflusst von einer feiertagsbedingten Pause. Gleichzeitig hob die Deutsche Bank die Verbesserung im Dienstleistungssektor Japans hervor, trotz der Kontraste zum Verarbeitenden Gewerbe. Der australische S&P/ASX 200 konnte ein Plus von 0,33 Prozent auf 8.178,30 Punkte verzeichnen.

