Optimismus in Palm Beach: Fortschritt bei Friedensgesprächen zur Ukraine
US-Präsident Donald Trump zeigt sich nach einem Treffen mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj in Florida zuversichtlich. Auch aus Kiew und Moskau sind positive Signale zu vernehmen, wobei konkrete Details zu einer möglichen Friedenslösung für die Ukraine weiterhin unklar bleiben. Ziel ist es, durch Verhandlungen auf mehreren Ebenen einen Durchbruch zu erzielen.
Laut Trump verlaufen die Bemühungen zur Beendigung des seit fast vier Jahren anhaltenden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine erfolgversprechend. Auf einer Pressekonferenz äußerte er sich hoch erfreut über ein "grandioses Treffen" mit Selenskyj und ein "exzellentes Telefongespräch" mit Kremlchef Wladimir Putin. 95 Prozent der Fragen seien bereits geklärt, sagte er gegenüber Journalisten. Selenskyj schätzte den Fortschritt des US-Friedensplans auf 90 Prozent und betonte, dass die Sicherheitsgarantien der USA für die Ukraine vollständig festgelegt seien.
Ein weiteres Telefongespräch zwischen Trump und Putin steht bevor, um über die letzten Ergebnisse zu informieren. Ein genauer Termin für dieses geplante Gespräch wurde nicht angegeben, es soll aber in naher Zukunft stattfinden. Moskau betrachtet die diplomatischen Telefonate mit dem Weißen Haus als wesentliche Maßnahme zur Beendigung des Krieges.
Obwohl die Endverhandlungen auf höchster Ebene im Raum stehen, sollen zunächst Arbeitsgruppen die schwierigen Details klären. Die Verhandlungen werden weiterhin bilateral geführt, was bedeutet, dass die USA separate Gespräche mit Russland und der Ukraine führen. Weitere Treffen zwischen einer ukrainischen Delegation und US-Diplomaten sind in den nächsten Wochen geplant.
Putins außenpolitischer Berater, Juri Uschakow, kündigte zudem die Gründung einer amerikanisch-russischen Arbeitsgruppe an. Diese umfasst auf US-Seite unter anderem Trumps Unterhändler Steve Witkoff, Schwiegersohn Jared Kushner, Außenminister Marco Rubio, Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine.
Selenskyj deutete an, dass im Januar ein weiteres Treffen mit Trump stattfinden könnte, an dem auch die europäischen Verbündeten Kiews teilnehmen sollen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron plant ein weiteres Treffen in Paris, um innerhalb der sogenannten Koalition der Willigen über die Bereitstellung zusätzlicher Unterstützung für die Ukraine zu beraten.
Die Territorialfragen bleiben ein Knackpunkt. Russland fordert die Eingliederung des gesamten Gebiets Donezk, während die Ukraine nur einer entmilitarisierten Zone unter der Bedingung eines Truppenabzugs Russlands zustimmen könnte. Aktuell gibt es keine Anzeichen aus Moskau, dass Putin zu Zugeständnissen bereit ist; im Gegenteil, er bekräftigte seine Bereitschaft, die Kriegsziele auch militärisch durchzusetzen.

