Optimismus in der Halbleiterbranche während Banken saisonal abschwächeln
Taiwanesische Halbleiterhersteller treiben mit ihren positiven Wachstumsprognosen die US-Börsen an. Insbesondere TSMC, ein Branchenprimus aus Taiwan, kündigte massive Investitionen für die kommenden Jahre an, um der steigenden Nachfrage nach KI-kompatiblen Halbleitern gerecht zu werden. Diese Ankündigung führte zu einem vorbörslichen Anstieg der TSMC-Aktien auf ein Rekordhoch mit einem Plus von 5,4 Prozent.
Im Sog des Optimismus verzeichnete auch der Nasdaq 100 deutliche Zugewinne. Der Index, bekannt für seine Vielzahl an Technologieunternehmen, stieg um ein Prozent auf 25.720 Punkte, während sich die neuen Konjunkturdaten aus den USA als wenig marktbewegend erwiesen. Auch Zulieferer der Chip-Branche in den USA wie Applied Materials, Lam Research, KLA und Entegris erfreuten sich vorbörslicher Kursgewinne zwischen sieben und fast zehn Prozent. Unternehmen wie Micron Technology, Broadcom und AMD profitierten ebenfalls von der Euphorie.
Auf der anderen Seite des Börsenparks bildete der Dow Jones Industrial einen Kontrast mit einem leichten Rückgang, da in ihm weniger Halbleiterakteure vertreten sind, abgesehen von Nvidia. Demgegenüber stehen überraschend starke Quartalszahlen von Finanzgiganten wie Goldman Sachs und Morgan Stanley, die jedoch nicht verhindern konnten, dass deren Aktienkurse vorbörslichen Rückschlägen ausgesetzt waren. Anleger schienen Kursgewinne mitzunehmen, die sich bei beiden Banken seit Jahresbeginn angesammelt hatten.
Ein anderes Bild zeigte sich bei Blackrock. Der Vermögensverwalter konnte seine Anleger mit knapp drei Prozent Kursanstieg erfreuen, da die verwalteten Mittel zum Jahresende 2025 die Konsensschätzungen leicht übertrafen.

