Opec revidiert Prognosen: Öldurst gedämpfter als erwartet
Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) hat zum fünften Mal in Folge die Erwartungen an die globale Ölnachfrage nach unten korrigiert. In ihrem aktuellen Monatsbericht kündigt das Ölkartell eine Absenkung des erwarteten Wachstums für 2024 um 210.000 Barrel pro Tag an. Die neue Prognose sieht nun ein tägliches Nachfragewachstum von 1,6 Millionen Barrel vor, was seit Juli einer Reduktion um 27 Prozent entspricht.
Für das Jahr 2025 erwartet die Opec einen Anstieg um 1,4 Millionen Barrel pro Tag, eine Kürzung um 90.000 Barrel gegenüber vorherigen Schätzungen. Interessant ist, dass die Opec mit dieser Einschätzung optimistischer bleibt als andere Energieexperten, wie etwa die Internationale Energieagentur. Diese Diskrepanz wirft Fragen über die Stabilität und Entwicklung des Marktes auf.
Zusätzlich hat der Ölverband Opec+ jüngst beschlossen, die im Vorjahr eingeführten Förderbeschränkungen um drei weitere Monate zu verlängern. Die graduelle Aufhebung ist erst für Ende März geplant, anstatt wie ursprünglich angenommen ab Januar. Diese Entscheidung fällt in eine Zeit, in der die Ölpreise durch die schwächelnde Nachfrage aus China und die intensive Förderung in den USA unter Druck geraten sind.

