Ölversorgung in Brandenburg: Pipeline-Ausfall entschärft sich
Die jüngste Beeinträchtigung der Ölversorgung der Raffinerie PCK in Brandenburg durch einen ukrainischen Angriff auf die Druschba-Pipeline in Russland hat sich offenbar entspannt. Laut Rosneft Deutschland werden die Schäden an der Pipeline derzeit repariert, und ein normaler Zufluss des Öls wird bis Ende der Woche erwartet. Dabei betonte Sprecher Burkhard Woelki, dass versäumte Liefermengen nachgeholt werden: "Das Öl läuft wieder", ließ er wissen.
PCK in Schwedt, nahe der Oder, bezieht kein direktes russisches Öl mehr, sondern erhält Rohöl aus Kasachstan durch die Druschba-Pipeline. Jüngst hatte Ungarn einen Lieferausfall gemeldet, nachdem eine Pumpstation im russischen Brjansk-Gebiet am 21. August angegriffen wurde. Die Auswirkungen auf die PCK-Raffinerie blieben zunächst unklar.
Rosneft Deutschland, ein Unternehmen unter Bundesaufsicht, importiert monatlich 120.000 Tonnen kasachisches Öl. Diese Kontrolle ist eine Folge des russischen Angriffs auf die Ukraine und gilt derzeit bis zum 10. September mit wahrscheinlich bevorstehender Verlängerung. Derweil laufen Verhandlungen mit Kasachstan über eine Verlängerung der Lieferverträge über das Jahr 2025 hinaus. Woelki äußerte sich optimistisch: "Wir sind in guten Gesprächen."

