Ölpreisexplosion und Einbruch der Aktienmärkte nach Militärschlag Israels
Die internationalen Finanzmärkte erleben derzeit turbulente Zeiten, nachdem Israel einen Militärangriff auf den Iran gestartet hat. Dieser Vorfall löste rapide ansteigende Ölpreise und einen weltweiten Rückgang der Aktienmärkte aus.
Am Morgen des geplanten US-Handels fiel der S&P 500 um 1,1%, gleiches galt für die Futures des Dow Jones und der Nasdaq, die ebenfalls in die Verlustzone rutschten. Das US-Referenzöl verzeichnete einen massiven Sprung um 7,3% auf 72,91 US-Dollar pro Barrel, während Brent-Öl um 6,7% stieg und bei 74,15 US-Dollar pro Barrel notierte.
Laut Tom Holland, globaler Forschungsleiter von Gavekal, verblassen nun alle Hoffnungen auf Ölpreise unter 60 US-Dollar pro Barrel, da der Angriff Israels auf iranische Nuklearanlagen, Raketensilos und hochrangige Militärs eine signifikante Veränderung in der Dynamik zwischen den beiden Nationen darstellt.
Die asiatischen und europäischen Märkte reagierten ebenfalls mit Verlusten: Während der Nikkei 225 in Tokio um 0,9% und der Kospi 0,9% nachgaben, verzeichnete der Hang Seng in Hongkong einen Rückgang von 0,6%. Der Shanghai Composite verlor 0,8% und der australische S&P/ASX 200 fiel um 0,2%.
In Europa büßten Deutschlands DAX 1,4%, Frankreichs CAC 40 1% und Großbritanniens FTSE 100 0,5% ein. Der Angriff enthielt Luftschläge auf iranische Nuklearanlagen und richtete erhebliche Schäden an.
Als Reaktion darauf feuerte der Iran am Freitagmorgen über 100 Drohnen auf Israel, was die Spannungen weiter anheizte. In einem Bericht stellen Analysten von Capital Economics fest, dass der Hauptkanal, über den sich diese Krise auf die Weltwirtschaft auswirken könnte, die steigenden Ölpreise sind.
Obwohl die direkten Auswirkungen auf Ölproduktion und Exportanlagen in Iran begrenzt sind, birgt die Gefahr einer Sperrung der Straße von Hormuz, einem kritischen Knotenpunkt für den globalen Öltransport, ein erhebliches Risiko für die Energiemärkte. Trotz der bestehenden westlichen Sanktionen gegen iranische Ölexporte und der beschränkten Rolle Israels im Energiesektor, könnten anhaltend hohe Energiepreise die US-Inflationsrate beeinflussen, was das Erreichen des 2%-Ziels der Federal Reserve gefährden könnte, warnten Analysten von JPMorgan.

