Ölpreise unter Druck: Wirtschaftliche Aussichten dämpfen Marktstimmung
Die Ölpreise haben sich am Freitag erneut rückläufig entwickelt, was vor allem auf die jüngst enttäuschenden US-Arbeitsmarktzahlen zurückzuführen ist. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November wurde zuletzt für 65,69 US-Dollar gehandelt – das entspricht einem Rückgang von 1,30 Dollar im Vergleich zum Vortag. Parallel sank der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI zur Lieferung im Oktober um 1,33 Dollar auf 62,15 Dollar.
Ökonomen sehen in dem schwächeren Arbeitsmarktbericht ein Indiz für eine nachlassende Dynamik in der US-Wirtschaft, was wiederum die Nachfrage nach Rohöl aus den USA, der größten Volkswirtschaft der Welt, beeinträchtigen könnte. Die bevorstehende Sitzung der OPEC+ am Wochenende dämpft ebenfalls die Preise, da Berichten zufolge in Erwägung gezogen wird, die Produktion erneut zu steigern.
In den USA zeigten die aktuellen Reservenzahlen des Energieministeriums einen unerwarteten Anstieg der Ölreserven in der vergangenen Woche. Dennoch blieb die unmittelbare Wirkung dieser Nachricht auf den Markt gering. Parallel dazu wurde bekannt, dass Saudi-Arabien bestrebt ist, die Fördermengen weiter zu erhöhen.
US-Präsident Donald Trump hat Medienberichten zufolge europäischen Ländern den Verweis erteilt, ihre Ölgeschäfte mit Russland einzustellen. Dies stehe im Zusammenhang mit Russlands Kriegsführung gegen die Ukraine, wie unter anderem Axios und CNN berichten, unter Berufung auf Insiderkreise des Weißen Hauses. Auch drängte Trump die Europäer, Druck auf China auszuüben, ähnlich wie die "Bild"-Zeitung berichtete.

