Ölpreise unter Druck: Entspannung im Nahen Osten lässt Märkte aufatmen
Die aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten und ein drohendes Überangebot an Rohöl lassen die Ölpreise am Wochenende deutlich sinken. Bereits zum Freitagnachmittag mussten die Gewinne, die zu Beginn der Woche erzielt wurden, nahezu vollständig abgegeben werden. Beflügelt durch diese Faktoren, fielen die Notierungen auf den tiefsten Stand seit vier Monaten.
Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember wurde mit 63,43 US-Dollar gehandelt, was einem Rückgang von 1,79 Dollar im Vergleich zum Vortag entspricht. Auch die US-Sorte WTI verzeichnete einen Preisrückgang um 1,80 Dollar auf 59,71 Dollar.
Der erfreuliche Waffenstillstand im Gaza-Konflikt, vermittelt durch US-Präsident Donald Trump, sorgt für eine beruhigte geopolitische Stimmung in der Region. Diese Entspannung wirkt sich direkt auf den Ölmarkt aus, was Marktbeobachter positiv vermerken. Dennoch überwiegen gegenwärtig die pessimistischen Stimmen wie jene der Rohstoffexpertin Barbara Lambrecht von der Commerzbank, die das gestiegene Ölangebot als preisdämpfend sieht. Ihrer Ansicht nach ist Brent-Öl seit Jahresbeginn um über zwölf Prozent gesunken, was auf die gesteigerte Fördermenge der Opec+ Länder zurückzuführen ist.
Die Internationale Energieagentur (IEA) warnt vor einem möglichen Überangebot auf dem globalen Markt. Neue Prognosen von der Opec und der IEA werden in der kommenden Woche erwartet und könnten weitere kursrelevante Impulse setzen.

