Ölpreise taumeln erneut: Handelsgespräche und Opec-Treffen im Fokus
Nach einer leichten Erholung am Vortag sind die Ölpreise am Donnerstag wieder unter Druck geraten. Das an der Nordsee geförderte Brent-Öl zur Lieferung im September notierte bei 68,58 US-Dollar je Barrel, was einem Rückgang von 53 Cent gegenüber dem Vortag entspricht. Auch der Preis für amerikanisches WTI-Öl zur Lieferung im August verzeichnete ein Minus von 52 Cent, wodurch der Preis bei 66,93 Dollar liegt.
Ein zentrales Thema auf den Finanzmärkten sind die anhaltenden Handelsgespräche. Die Welt blickt derzeit gespannt auf die Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und internationalen Handelsmächten. Präsident Donald Trump droht mit der Einführung weiterer Zölle ab dem 9. Juli, sollte kein Kompromiss gefunden werden. Besonders die Beziehungen zwischen der EU und den USA stehen auf einem wackligen Podest, da die EU bei ausbleibender Einigung mit Gegenzöllen kontern will. Ein eskalierender Handelskonflikt könnte die globale Wirtschaft und damit die Ölnachfrage erheblich schwächen.
Parallel dazu beobachten Marktakteure gespannt das bevorstehende Treffen der wichtigsten Opec-Mitglieder und ihrer Alliierten am Sonntag. Die allgemeine Erwartung ist, dass es zu einer signifikanten Anhebung der Förderquoten kommen wird, die sich auf 411.000 Barrel täglich belaufen dürfte.

