Ölpreise steigen trotz Opec+ Förderausweitung: Geopolitische Spannungen als Preistreiber
Die Ölpreise haben erneut an Fahrt aufgenommen. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August stieg zuletzt um 42 Cent auf 65,05 US-Dollar. Auch die US-Sorte WTI zur Lieferung im Juli verzeichnete einen Anstieg um 48 Cent, was einen neuen Preis von 63,00 Dollar ergab.
Im Zentrum der Preisentwicklung stehen die anhaltenden geopolitischen Spannungen. Die Gespräche zwischen Russland und der Ukraine zeigen weiterhin keine Fortschritte, was zur Stabilität der Ölpreise beiträgt. Zudem gab es auch bei den Verhandlungen zur Atomfrage mit Iran keine Annäherung. Laut dem Außenamtssprecher Ismail Baghai ist der Verzicht auf eigenständige Urananreicherung für den Iran keine Option, was auf absehbare Zeit den Ölnachschub aus diesen Regionen schmälert.
Interessanterweise konnte die Ausweitung der Fördermenge durch das Opec+ Bündnis die Preise nicht dämpfen. Die Organisation setzte am Wochenende ihre Strategie fort und plant eine Erhöhung der Fördermenge im Juli um 411.000 Barrel pro Tag, eine Entwicklung, die bereits im Vorfeld antizipiert worden war.

