Ölpreise steigen: Opec+ öffnet Förderschleusen
Die Ölpreise haben zu Wochenbeginn einen Anstieg verzeichnet. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September notierte zuletzt bei 68,95 US-Dollar, damit 66 Cent mehr als noch am Freitag. Auch der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI zur Lieferung im August erhöhte sich und lag bei 66,34 Dollar.
Die zentralen Mitglieder des Ölkartells Opec+ planen eine Ausdehnung ihrer Fördermengen. Ab August soll die tägliche Produktion um 548.000 Barrel angehoben werden, so die Ankündigung des Bündnisses, das aktuell bei 411.000 Barrel pro Tag liegt. Dieser Zuwachs übertrifft die Erwartungen vieler Experten und ist laut Aussagen der Produzenten eine Antwort auf die stabilen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
In den vergangenen Jahren hatten die acht Staaten des Kartells, darunter die Schlüsselspieler Saudi-Arabien und Russland, ihre Produktion um 2,2 Millionen Barrel gedrosselt. Seit April wird diese Kürzung schrittweise zurückgenommen. Die Entscheidung zur Erhöhung der Fördermengen könnte die Preisentwicklung allerdings dämpfen.
Die Vertreter von Opec+ zeigen sich optimistisch, dass eine sich erholende Weltwirtschaft die höhere Produktion absorbieren kann. Doch Unsicherheit bleibt bestehen, denn die Zollpolitik der US-Regierung könnte das globale Wirtschaftswachstum belasten. Auch die unruhige Lage im Nahen Osten stellt ein potenzielles Risiko für die zukünftige Preisentwicklung dar.
Beim kommenden Treffen am 3. August zieht Opec+ in Betracht, die Produktion um weitere 548.000 Barrel pro Tag zu erhöhen, berichten Quellen der Nachrichtenagentur Bloomberg.

