Ölpreise steigen: EU-Sanktionen gegen Russland in Aussicht
Die Ölpreise verzeichnen zu Wochenbeginn einen spürbaren Anstieg, was hauptsächlich auf die Aussicht potenzieller neuer Sanktionen der Europäischen Union gegen die russische Ölwirtschaft zurückzuführen ist. Trotz der Ankündigung einer erneuten Fördermengensteigerung durch den Ölverbund Opec+ blieb der befürchtete Einfluss auf die Preise zunächst aus.
Ein Fass der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November legte um beeindruckende 47 Cent zu und erreichte einen Preis von 65,94 US-Dollar. Gleichzeitig verteuerte sich ein Barrel der US-amerikanischen Sorte WTI zur Lieferung im Oktober um 32 Cent, wodurch der Preis auf 62,18 Dollar kletterte.
Dieser Aufwärtstrend kompensiert nahezu die Verluste des vergangenen Freitags, die durch enttäuschende Wirtschaftsdaten aus den USA ausgelöst wurden. Beobachter am Markt verweist auf einen Bericht von Bloomberg, wonach die EU derzeit neue Sanktionen gegen russische Energieakteure erwägt.
Im Schatten dieser Entwicklung trat die Entscheidung der Opec+ Staaten vorübergehend in den Hintergrund. Am Wochenende einigten sich Saudi-Arabien, Russland und sechs weitere Länder darauf, die tägliche Ölproduktion ab Oktober um insgesamt 137.000 Barrel zu erhöhen. Diese Maßnahme fügt sich in den größeren Kontext der fortlaufenden Aufhebung von Produktionsbegrenzungen im Umfang von 2,2 Millionen Fass pro Tag ein, die in den vergangenen Monaten schrittweise zurückgenommen wurden.

