Ölpreise im Sinkflug: US-Zollpaket entfaltet Wirkung
Die Rohölpreise stehen derzeit unter erheblichem Druck, denn die kürzlich in Kraft getretenen US-Zölle haben unerwartet starke Auswirkungen auf die weltweiten Märkte. So hat sich der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni dramatisch verändert und ist auf den niedrigsten Stand seit 2021 gefallen. Im Frühhandel sackte der Preis um etwa vier Prozent beziehungsweise 2,42 Dollar auf 60,40 Dollar ab. Diese Marke hat Brent zuletzt Anfang 2021 unterschritten.
Zuvor war der Preis für Brent bei fast 75 Dollar angesiedelt. Diese Differenz von 15 Dollar entspricht einem Preisrückgang um etwa 20 Prozent. Der Markt für die US-Sorte WTI zeigt eine ähnliche Entwicklung. Der Preis für ein Fass zur Lieferung im Mai fiel am Dienstagmorgen ebenfalls um vier Prozent auf derzeit 57 Dollar.
Den Hintergrund für diese Preisbewegungen bilden die neuen, von US-Präsident Donald Trump verkündeten Zölle, die jetzt in Kraft sind. Diese betreffen zahlreiche Länder, insbesondere jene mit einem hohen Handelsdefizit in Bezug auf die USA. Die Zollsätze sind dabei individuell auf die betroffenen Länder zugeschnitten und beinhalten sowohl klassische Einfuhrzölle als auch andere Handelshemmnisse. Diese Maßnahmen stellen eine signifikante Hürde für den internationalen Handel dar und haben bereits deutliche Spuren auf den Rohstoffmärkten hinterlassen.

