Ölpreise bleiben stabil, Opec+ hält Kurs
In den Öl-Märkten herrscht weitgehend Ruhe, nachdem sich die Preise am Montag kaum verändert haben. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar hat sich auf 64,86 US-Dollar erhöht, lediglich 9 Cent mehr als am letzten Freitag. Ebenso stieg der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI zur Lieferung im Dezember minimal um 9 Cent auf 61,07 Dollar.
Der Blick richtet sich auf die Entscheidungen des Ölkartells Opec+, das zum Jahresende eine Erhöhung der Fördermenge plant. Allerdings sollen im ersten Quartal die Mengen nicht weiter ausgeweitet werden, wie nach einer Online-Sitzung am Sonntag bekannt gegeben wurde. Unter den Mitgliedern befinden sich auch Russland und Saudi-Arabien, die in diesem Jahr schrittweise Produktionskürzungen zurückgenommen haben. Ab Dezember setzt sich die Strategie mit einer zusätzlichen Fördermenge von 137.000 Barrel pro Tag fort, unterstützt durch stabile wirtschaftliche Prognosen und niedrige Ölvorräte.
Die verhaltene Reaktion der Ölpreise spiegelt wider, dass diese Entscheidungen bereits erwartet worden waren. Die Sorge über ein globales Überangebot und eine nachlassende Nachfrage wegen einer schwächelnden Weltwirtschaft sorgt weiterhin für Zurückhaltung am Markt. Vorübergehend gestützt wurden die Preise durch die Möglichkeit von US-Sanktionen gegen russisches Öl. Im Laufe dieses Jahres haben die Ölpreise jedoch spürbar nachgegeben, nachdem Brent im Januar noch über 80 Dollar pro Barrel gehandelt wurde.

