Ölpreise auf Höhenflug: Sanktionen treiben Kurs in neue Sphären
Der Ölmarkt zeigt sich weiterhin dynamisch, nachdem die Preise kräftige Gewinne erlebten. Am Freitag notierte der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember bei 66,03 US-Dollar, ein Anstieg um vier Cent gegenüber dem Vortag. Auch die amerikanische Sorte WTI legte um fünf Cent zu und erreichte 61,85 US-Dollar pro Barrel.
Die jüngsten Kursgewinne sind maßgeblich durch die von den USA neu verhängten Sanktionen gegen bedeutende russische Ölunternehmen beflügelt. Diese Maßnahmen führten zu einer merklichen Verteuerung des Öls und ließen die Preise innerhalb der Woche steigern – zu Wochenbeginn hatte der Brent-Preis noch knapp über 60 Dollar gelegen.
Es war das erste Mal in der zweiten Amtszeit von Präsident Donald Trump, dass die US-Regierung direkt gegen Russland gerichtete Sanktionen verkündete. Betroffen sind insbesondere der große russische Ölkonzern Lukoil sowie der staatliche Energie-Riese Rosneft. In einem geopolitischen Schachzug versucht Trump zudem, durch Zolldrohungen und Sanktionen die Beziehungen Russlands zu bedeutenden Abnehmerländern wie China und Indien zu stören.
Die Analysten der Commerzbank setzen Fragezeichen hinter die langfristige Wirkung der Sanktionen: "Wie hart die Maßnahmen die Märkte treffen werden, wird sich zeigen", so die Rohstoffexperten. In der Vergangenheit seien Sanktionen immer wieder umschifft worden. Kurzfristig sollte jedoch die Möglichkeit reduzierter russischer Exporte die Preisstabilität unterstützen.

