Ölmarkt zeigt sich unbeeindruckt von Opec+-Strategie
Die Ölpreise haben zu Wochenbeginn moderat nachgegeben, ohne dass die erwarteten Entscheidungen des Ölverbunds Opec+ für größere Bewegungen am Markt sorgten. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent, zur Auslieferung im Januar, sank geringfügig auf 64,56 US-Dollar, was einem Rückgang von 21 Cent im Vergleich zum Vortag entspricht. Gleichzeitig fiel der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI, zur Lieferung im Dezember, um 24 Cent auf 60,74 Dollar. Der Ölkartell Opec+ plant zum Ende des Jahres eine Erhöhung der Produktionsmengen, bevor die Förderquoten im ersten Quartal des neuen Jahres stabil gehalten werden sollen.
Diese Neuerungen wurden in einer Online-Sitzung am Sonntag beschlossen. Das Kartell, einschließlich Schwergewichten wie Russland und Saudi-Arabien, hat seine im Jahr 2023 eingeleiteten Drosselungen schrittweise zurückgefahren. Für Dezember ist eine zusätzliche Förderung von 137.000 Barrel pro Tag vorgesehen, was mit stabilen ökonomischen Prognosen und niedrigen Ölbeständen begründet wird. Der Einfluss dieser Maßnahmen auf die Ölpreise blieb jedoch begrenzt, da sie weitgehend erwartet wurden.
Die Stimmung am Ölmarkt bleibt weiterhin gedämpft, geprägt von der Aussicht auf ein weltweites Überangebot und einer voraussichtlich rückläufigen Nachfrage infolge einer schwächelnden Weltwirtschaft. Zwischenzeitliche Preisunterstützungen boten die angedrohten US-Sanktionen gegen russisches Rohöl. Dennoch haben die Ölpreise im bisherigen Jahresverlauf deutlich nachgegeben, nachdem Brent zu Jahresbeginn noch über 80 Dollar gekostet hatte.

