Ölmarkt in Bewegung: Preissenkungen und geopolitische Spannungen
Die Ölpreise haben am Freitag erneut nachgegeben. Ein Fass der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November war für 66,80 US-Dollar zu haben, was eine Abnahme von 16 Cent im Vergleich zum Vortag bedeutet. Das amerikanische Pendant, die Sorte WTI zur Lieferung im Oktober, notierte mit einem Minus von 24 Cent bei 63,22 US-Dollar. Diese Preiskorrekturen spiegeln die derzeitige Unsicherheit am Ölmarkt wider.
Am bevorstehenden Wochenende planen die Mitglieder der OPEC+, sich zu beraten. Berichten zufolge gilt eine Steigerung der Produktionsmenge als mögliche Strategie, was seit Tagen auf die ohnehin empfindlichen Preise drückt. Parallel dazu führten unerwartet gestiegene Ölreserven in den USA, gemeldet durch das US-Energieministerium, bislang zu keiner spürbaren Veränderung auf dem Markt.
Darüber hinaus sorgt ein diplomatischer Vorstoß von US-Präsident Donald Trump für Spannungen. Gemäß übereinstimmenden Medienberichten, die sich auf Informationen des Weißen Hauses stützen, forderte Trump die europäischen Staaten auf, ihre Ölimporte aus Russland einzustellen, um die Finanzströme des Landes zu unterbrechen und so den Krieg in der Ukraine zu schwächen. Eine ähnliche Aufforderung richtete sich gegen China. Auch die "Bild" griff die Thematik der europäischen Abhängigkeit von russischem Öl auf, was das geopolitische Umfeld zusätzlich anheizt.

