Ölmarkt in Bewegung: Preisschwankungen trotz internationalem Verkaufsdruck
Die internationalen Ölpreise verzeichneten am Mittwoch einen Rückgang, der im Laufe des Tages an Dynamik gewann. Die Notierung für ein Fass der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar verringerte sich um 1,60 US-Dollar und steht nun bei 63,29 US-Dollar. Parallel dazu fiel der Preis für die US-Sorte WTI zur Lieferung im Dezember um 1,59 Dollar auf 59,15 US-Dollar.
Ursache für den Druck auf die Ölpreise sind Berichte über eine neue US-Diplomatieoffensive im Ukraine-Konflikt. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff ist Berichten zufolge in getrennten Gesprächen mit russischen und ukrainischen Vertretern verwickelt. Zudem vermeldeten US-Medien, dass hochrangige Militärvertreter für mögliche Friedensverhandlungen in der Ukraine eingetroffen sind.
Allerdings wurde der Preisverfall durch aktuelle Berichte über die US-Ölreserven gebremst. Die US-Regierung gab bekannt, dass die Rohölbestände zuletzt um 3,4 Millionen auf 424,2 Millionen Barrel gesunken sind – mehr als von Analysten angenommen. Die sinkenden Vorräte stützen üblicherweise die Ölpreise in der größten Volkswirtschaft der Welt.
In einer weiteren Entwicklung hat der Iran einen zuvor konfiszierten Öltanker vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate freigegeben. Dies wurde von der Managementfirma des Schiffs sowie von iranischer Seite bestätigt. Trotz des heutigen Rückgangs verblieben die Ölpreise in den vergangenen Wochen in einer relativ stabilen Bandbreite zwischen 63 und 65 Dollar.

