Offshore-Windkraft in Deutschland: Wachstumsimpulse trotz Herausforderungen
Die Offshore-Windkraft in der Nord- und Ostsee hat im vergangenen Jahr einen erfreulichen Zuwachs verbuchen können. Laut Brancheninformationen betrug die Stromproduktion durch Offshore-Windanlagen im Jahr 2024 insgesamt 25,7 Terawattstunden (TWh), gegenüber 23,5 TWh im Vorjahr. Damit erreichte die Offshore-Windkraft einen Anteil von 5,9 Prozent an der gesamten Stromerzeugung in Deutschland.
Zum Jahresende 2024 waren in der Bundesrepublik insgesamt 1.639 Offshore-Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von etwa 9,2 Gigawatt (GW) in Betrieb. Erfreulicherweise speisten 73 Neuanlagen mit einer Kapazität von insgesamt 742 Megawatt erstmals Elektrizität in das Stromnetz ein.
Trotz dieser positiven Entwicklungen sehen sich die Branchenvertreter mit Herausforderungen konfrontiert, die das gesetzlich festgelegte Ziel von mindestens 30 Gigawatt Offshore-Windenergie bis zum Jahr 2030 verzögern könnten. Erwartet wird nun eine Erfüllung dieses Ziels erst im Jahr 2031. Ursachen hierfür sind vor allem Verzögerungen beim Ausbau der Stromnetze und die gesetzlich erlaubte Flexibilität bei der Fertigstellung der Offshore-Windparks.
Im Gegensatz dazu zeichnet sich jedoch ab, dass das Ziel von mindestens 40 GW bis 2035 voraussichtlich bereits ein Jahr zuvor erreicht werden kann, sofern stabile und planbare Rahmenbedingungen garantiert sind.

