Bank of America reduziert Ethereum-Bestände zugunsten von Bitcoin-Investitionen

Bank of America, eine der größten Banken der USA, hat ihre Investitionen in Ethereum deutlich reduziert und setzt verstärkt auf Bitcoin. Dies geht aus aktuellen SEC-Einreichungen hervor, die eine Umstrukturierung des Krypto-Portfolios im ersten Quartal zeigen. Während die Bank ihre Positionen in Ethereum und Solana verkleinert hat, wurden die Bitcoin-Allokationen durch Spot-ETFs und indirekte Treasury-Exposures erheblich ausgeweitet.
Ethereum auf dem Rückzug, Bitcoin auf dem Vormarsch
Die jüngste 13F-Einreichung von Bank of America verdeutlicht den institutionellen Strategiewechsel. Trotz weiterhin bestehender Investitionen in verschiedene Krypto-Produkte dominiert Bitcoin nun die digitale Anlagestrategie der Bank. Im Mittelpunkt steht der iShares Bitcoin Trust (IBIT) von BlackRock, der nach einer signifikanten Erhöhung der Bestände zur größten Krypto-Position der Bank wurde. Die Bank hat ihre IBIT-Exposition auf etwa $37 Millionen erhöht, was fast 70% des Krypto-Investmentportfolios ausmacht, mit 972.590 Anteilen an dem Fonds.
Gleichzeitig wurden die Investitionen in Ethereum-Produkte reduziert. Die Einreichung zeigt eine Verringerung der Ethereum-gebundenen Allokationen sowie Kürzungen bei Solana-Investitionen. Kleinere Bestände in XRP- und Solana-ETFs wurden ebenfalls offengelegt, blieben jedoch vergleichsweise gering.
Die Portfolioänderungen deuten darauf hin, dass Bank of America Bitcoin als bevorzugtes institutionelles Krypto-Asset betrachtet. Die Bank hält zudem Positionen in Fidelitys FBTC, Bitwises BITB und mehreren Grayscale Bitcoin-Produkten, jedoch in keinem vergleichbaren Umfang wie die IBIT-Allokation, was die wachsende Dominanz von Bitcoin in der Krypto-Strategie der Institution unterstreicht.
Wall Streets neuer Favorit
Die Neuausrichtung von Bank of America erfolgt nicht isoliert. Auch andere große Finanzunternehmen an der Wall Street erhöhen stillschweigend ihre Bitcoin-Exposition, obwohl die breiteren Kryptomärkte volatil bleiben.
Die Einreichung zeigt zudem, dass Bank of America fast 3,96 Millionen Aktien von MicroStrategy besitzt, eine Position im Wert von etwa $660 Millionen. Da das Softwareunternehmen weiterhin Bitcoin als primäre Treasury-Reserve akkumuliert, bietet diese Investition der Bank eine weitere indirekte Bitcoin-Exposition über ETFs hinaus.
Andere Finanzriesen gehen in eine ähnliche Richtung. Morgan Stanley hält Berichten zufolge eines der größten Spot-Krypto-ETF-Portfolios unter traditionellen Banken, mit mehr als $1 Milliarde in regulierten digitalen Anlageprodukten. Goldman Sachs hat ebenfalls beträchtliche Positionen in BlackRocks IBIT sowie Fidelitys FBTC-Fonds, während JPMorgan seine krypto-bezogene Exposition im Quartal ausgebaut hat, trotz der bekannten Skepsis von CEO Jamie Dimon gegenüber Bitcoin.
Diese Portfolio-Bewegungen deuten auf einen breiteren Wandel in der traditionellen Finanzwelt hin, wo regulierte Bitcoin-Investmentvehikel zunehmend Interesse von Banken, Vermögensverwaltern und Hedgefonds wecken. Die jüngste Einreichung von Bank of America passt genau in dieses Muster und unterstreicht, wie Bitcoin zunehmend zum Mittelpunkt der Krypto-Strategie von Wall Street wird.

