Bitcoin steht an einem bekannten Scheideweg, da der mittelfristige Zyklus bärisch wird: Analyst

Ein Worst-Case-Szenario rückt in den Fokus: Einige Analysten warnen, dass Bitcoin auf bis zu $41.000 fallen könnte, wenn sich das derzeit auf den Kurscharts abzeichnende Bärenflaggenmuster bewahrheitet. Diese Warnung wird laut, während die Kryptowährung bei etwa $66.000 gehandelt wird, was ungefähr der Hälfte ihres jüngsten Höchstwertes entspricht.
Geopolitische Schocks treffen zur Unzeit
Die Schließung der Straße von Hormus hat in dieser Woche die Ölpreise in die Höhe getrieben, was die globalen Märkte erschütterte und risikobehaftete Anlagen unter Druck setzte. Bitcoin wurde von diesem Ausverkauf erfasst.
Die Preise fielen unter $66.000, da Händler die steigenden Energiekosten, die hartnäckige Inflation in den USA und den erneuten Stress am Anleihemarkt abwogen. Der Zeitpunkt dieser geopolitischen Spannungen erschwert die Verteidigung der ohnehin fragilen Preiskonstellation.
Ein Bärenflaggenmuster — ein technisches Chartsignal, bei dem die Preise nach einem Rückgang kurzzeitig konsolidieren, bevor sie weiter fallen — ist nun auf dem Bitcoin-Chart sichtbar.
Berichten von Marktanalysten zufolge liegt das anfängliche Abwärtsziel bei etwa $50.000, wobei das Niveau von $41.000 als tiefere Unterstützung in den Fokus rückt, falls der Verkaufsdruck zunimmt.
Bitcoin ist um 47% von seinem Höchststand gefallen. Diese Art von Rückgang mag alarmierend klingen, aber Analysten, die langfristige Krypto-Zyklen verfolgen, sagen, dass dies einem Muster entspricht, das bereits zuvor aufgetreten ist.
Ein Zyklus, der sich wiederholt
Daten zeigen, dass Bitcoin in mittelfristigen Jahren dazu neigt, an Schwung zu verlieren. Berichte aus den Jahren 2014, 2018 und 2022 zeigen eine wiederkehrende Abfolge: Die Preise beginnen das Jahr relativ stabil, schwächen sich gegen Ende des ersten Quartals bis Anfang des zweiten Quartals ab und sinken dann in den Sommermonaten weiter. Die Kursentwicklung im Jahr 2026 hat diesem historischen Durchschnitt bisher genau entsprochen.
On average, around now is when #Bitcoin continues its decline in midterm years. pic.twitter.com/JZ7Rcx2wJY
— Benjamin Cowen (@intocryptoverse) March 27, 2026
Analyst Benjamin Cowen, der die mehrjährigen Zyklen von Bitcoin verfolgt, verweist auf das, was er als "mid-cycle dip zone" bezeichnet — eine Phase, die typischerweise einem großen Bullenlauf folgt und sich über mehrere Quartale erstreckt.
Laut Cowen sind mittelfristige Jahre keine Crash-Ereignisse. Sie sind Abkühlungsphasen. Rallyes verlieren an Schwung. Die Volatilität nimmt zu. Korrekturen dauern länger als von den meisten Investoren erwartet.
Diese Beschreibung passt zu den aktuellen Entwicklungen. Nach einem starken Lauf im Jahr 2025 hat sich die bisherige Jahresperformance von Bitcoin ins Negative gekehrt, was der Art von Abschwächung entspricht, die in früheren Zyklen beobachtet wurde.
Geduld könnte die einzige verbleibende Strategie sein
Für langfristige Bitcoin-Inhaber ist die Botschaft der Analysten klar: Dies ist schon einmal passiert und hat sich letztlich immer aufgelöst.
Doch das kurzfristige Bild bietet wenig Trost. Makroökonomische Belastungen häufen sich genau in dem Moment, in dem die Chartstruktur von Bitcoin schwächer wird, und es gibt keinen klaren Auslöser in Sicht, der den Trend umkehren könnte.

