Nullrunde beim Bürgergeld erwartet - Lindner fordert Überprüfung der Berechnungsmethode
Finanzminister Christian Lindner geht davon aus, dass es im kommenden Jahr beim Bürgergeld zu keiner Erhöhung kommen wird. In der ZDF-Sendung "Maybrit Illner" äußerte sich der FDP-Politiker am Donnerstagabend zu dem Thema und erklärte, dass der Regelsatz zum 1. Januar dieses Jahres sehr stark angestiegen sei. Lindner betonte, dass die festgelegten Beträge damals auf Grundlage einer gänzlich anderen Inflationsrate für Januar 2024 berechnet wurden. Aus diesem Grund erwartet er nun, dass es zum 1. Januar 2025 eine Nullrunde geben wird, um die überdurchschnittliche Erhöhung auszugleichen.
Zum Jahresbeginn wurde das Bürgergeld im Vergleich zu 2023 im Durchschnitt um rund zwölf Prozent angehoben. Alleinstehende erhalten seitdem monatlich 563 Euro statt zuvor 502 Euro. Zusammenlebende Erwachsene bekommen 506 Euro anstatt 450 Euro. Die Sätze für Kinder und Jugendliche wurden je nach Alter zwischen 357 und 471 Euro festgelegt.
Die Erhöhung begründet sich durch gestiegene Lebenshaltungskosten, die bei der Berechnung der Regelsätze berücksichtigt wurden. Die Höhe des Bürgergeldes wird jährlich an die Preis- und Lohnentwicklung angepasst und berücksichtigt auch die Inflation.
Lindner setzt sich jedoch für eine Überprüfung der Berechnungsmethode ein, um sicherzustellen, dass die Inflation nicht überschätzt wird. Eine Neubewertung erscheint ihm notwendig, damit künftige Regelsatzanpassungen realistischer ausfallen. (eulerpool-AFX)

