Novartis erweitert Portfolio durch Übernahme von Regulus Therapeutics
Novartis steht vor einem strategischen Ausbau seiner Forschungskapazitäten im Bereich der Nierenerkrankungen. Das Unternehmen hat die Übernahme des US-Biotechunternehmens Regulus Therapeutics bekannt gegeben, das auf die Entwicklung von RNA-basierten Therapien spezialisiert ist. Diese richten sich insbesondere gegen die autosomal-dominante polyzystische Nierenerkrankung (ADPKD), die als häufigste genetische Ursache für Nierenversagen gilt.
Der Gesamtwert der Akquisition beläuft sich zunächst auf 800 Millionen US-Dollar. Sollte ein wichtiger regulatorischer Meilenstein erreicht werden, könnte dieser Betrag um bis zu 900 Millionen Dollar steigen, wie Novartis am Mittwoch bekannt gab. Die Transaktion soll in der zweiten Jahreshälfte 2025 abgeschlossen werden, sofern alle üblichen Bedingungen erfüllt sind.
Highlight der Übernahme ist der Zugang zu Farabursen, einem präklinischen Wirkstoff, der den Mikro-RNA-Mechanismus miR-17 ins Visier nimmt. Farabursen hat bereits Erfolge in einer Phase-1b-Studie erzielt und gilt als potenzieller First-in-Class-Kandidat, der gegenüber aktuellen Therapieoptionen sowohl ein verbessertes Sicherheits- als auch Wirksamkeitsprofil verspricht.
Die Übernahme wurde von den Verwaltungsräten beider Unternehmen einstimmig befürwortet. Novartis plant zudem, über eine Tochtergesellschaft ein öffentliches Übernahmeangebot für ausstehende Regulus-Aktien zu unterbreiten. Den Aktionären wird ein Angebot von 7 Dollar pro Aktie in bar unterbreitet, mit der Aussicht auf eine zusätzliche bedingte Vergütung von bis zu weiteren 7 Dollar, abhängig von zukünftigen regulatorischen Erfolgen.

