Northvolt setzt den Betrieb in Schweden fort – Beschäftigte müssen bangen
Der Insolvenzverwalter von Northvolt hat bekannt gegeben, dass das Unternehmen seinen Betrieb in Schweden im Rahmen des Insolvenzverfahrens fortführen wird. Dies bedeutet jedoch, dass von den bisher mehr als 4.500 Northvolt-Mitarbeitern nur etwa 1.700 ihre Arbeitsplätze behalten. Besonders betroffen vom Jobabbau ist die Region um Skellefteå, wo das Stammwerk von Northvolt gelegen ist. Von den 3.000 dort tätigen Angestellten sollen nur 1.200 Teil der künftigen Belegschaft bleiben, um den reduzierten Betrieb aufrechtzuerhalten. Die Ankündigung ist ein harter Schlag für das dünn besiedelte Nordschweden, das stark auf Northvolt als entscheidenden Wirtschaftsfaktor gesetzt hatte.
Northvolt galt lange als Hoffnungsträger für die europäische E-Fahrzeugindustrie. Nachdem das Unternehmen aufgrund diverser Rückschläge, darunter der Verlust eines milliardenschweren Lieferauftrags von BMW und wachsender Verschuldung, seinen Expansionskurs stoppen musste, stellte es schließlich im März 2025 in Schweden Insolvenzantrag.
Der Betrieb in ausländischen Tochtergesellschaften, wie den USA und Deutschland, soll hingegen weitergeführt werden. In Schleswig-Holstein bleibt die künftige Entwicklung der im Bau befindlichen Northvolt-Fabrik bei Heide weiterhin unklar. Diese deutsche Einheit ist zwar eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der schwedischen Muttergesellschaft, aber nicht Teil des schwedischen Insolvenzverfahrens. Die Überlegung, den Betrieb in Schweden zumindest teilweise aufrechtzuerhalten, wird als Maßnahme angesehen, um einen Teilverkauf möglich zu machen, so Kubu vom Insolvenzverwaltungsteam.

