Norma Group: Gewinnmitnahmen belasten nach Verkauf der Wassersparte
Der Verkauf der Wassersparte durch den Verbindungstechnik-Spezialisten Norma Group sorgt bei Anlegern für gemischte Gefühle. Zunächst verzeichneten die Aktien einen Kursanstieg um bis zu 4,3 Prozent, erreichten jedoch bei 18,60 Euro ihren Zenit und drehten anschließend ins Minus. Nach einem Kursverlust von bis zu 8,5 Prozent lagen sie zuletzt bei 16,60 Euro, was einem Rückgang von sieben Prozent entspricht. Ein Händler deutet diesen Rückgang als Gewinnmitnahmen nach einem erfolgreichen Kursverlauf.
Seit April, als das Rekordtief von 9,07 Euro erreicht wurde, hat sich der Kurs mehr als verdoppelt. Doch die kürzlich korrigierte operative Marge von 0 bis 1 Prozent, ohne den Beitrag der Wassersparte, sorgte für Zurückhaltung unter den Investoren. Zuvor hatte das Management eine Marge von 6 bis 8 Prozent prognostiziert. Warburg-Analyst Tonn interpretiert die neue Marge als Indiz für die herausfordernden Marktbedingungen, mit denen Norma konfrontiert ist. Zudem liegt der Nettomittelzufluss von rund 620 bis 640 Millionen Euro unter seinen Erwartungen.
Positiv heben Experten die schnelle Einigung mit Advanced Drainage Systems hervor, die auch die Aktionäre berücksichtigt. Obwohl 300 Millionen Euro zur Schuldentilgung und 70 Millionen Euro für Zukäufe vorgesehen sind, zeigen sich einige Händler skeptisch gegenüber der verbleibenden Summe. Die Prognose für den Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten wurde auf 810 bis 830 Millionen Euro angepasst.

