Nordsee-Gipfel: Zusammenarbeit zur Sicherung kritischer Infrastruktur betont
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat beim Nordsee-Gipfel in Hamburg die wachsende Bedrohung der kritischen Infrastruktur hervorgehoben. Angesichts verstärkter Angriffsszenarien, insbesondere seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, seien Stromnetze, Pipelines und bedeutende Datenkabel vermehrt gefährdet. Reiche unterstrich die Wichtigkeit der digitalen Souveränität Europas und kündigte an, dass erstmals die Nato auf höchster Ebene vertreten ist, um den Schutz dieser Infrastruktur zu diskutieren. Der Gipfel wird als Plattform des Zusammenhalts verstanden, um die europäische Zusammenarbeit zu stärken.
In der Nordsee entstünden bedeutende Offshore-Windparks, die sowohl zum Ausbau als auch zur Sicherung der Energienetzwerke beitragen sollen. Die Ministerin hob hervor, dass durch diese Initiativen die Energieversorgung weitgehend resilienter gestaltet werde. Sie betonte den gemeinschaftlichen Ansatz Europas in Zeiten globaler Herausforderungen. Ein Hauptanliegen des gesamten Treffens ist die Intensivierung der Energie-Partnerschaften der Nordseestaaten. Die vorherigen Gipfeltreffen fanden in den Hafenstädten Ostende und Esbjerg statt, womit der Fokus auf kontinentaler Zusammenarbeit weiter unterstrichen wird.

