Nippon Steel erhält grünes Licht für Übernahme von US Steel unter Auflagen
Nippon Steel Corp. hat die bedingte Genehmigung seitens der USA für den Kauf von United States Steel Corp. für 14,1 Milliarden Dollar erhalten. Diese Transaktion wird eines der weltweit größten Stahlunternehmen schaffen und beendigt damit eine lange Verhandlungssaga. Die Unternehmen haben einer Vereinbarung zugestimmt, die auf Vorschlag der Trump-Administration entwickelt wurde.
Diese Regelung beinhaltet erhebliche Sicherheitsmaßnahmen, darunter auch bestimmte Kontrollparameter über Vorstandsposten und Führungspositionen, die von amerikanischen Staatsbürgern besetzt werden müssen. Ergänzend erhält die US-Regierung eine sogenannte "Goldene Aktie", die jedoch keine Unternehmensanteile umfasst.
Teil des Deals ist ein zusätzlicher Investitionsplan von Nippon Steel in Höhe von 11 Milliarden Dollar bis 2028, einschließlich eines neuen Projekts, das darüber hinausgehen wird. Weitere 3 Milliarden Dollar sollen nach 2028 in ein neues Stahlwerk investiert werden.
Dieser Plan wurde in einer jüngsten Zusage erhöht, um die Zustimmung von Präsident Donald Trump zu sichern. Das amerikanische Weiße Haus betonte die Sicherung von Arbeitsplätzen in der Stahlbranche und hielt fest, dass US Steel weiterhin im Bundesstaat Pennsylvania beheimatet bleibt.
Der japanische Aktienkauf bedeutet, dass die USA künftig ein entscheidender Spieler im Gestaltungsprozess sein werden. Ende Juni wird das Vorhaben, vorbehaltlich aller Zustimmungskontrollen, endgültig abgeschlossen.
Dies ebnet den Weg für eine starke Partnerschaft zwischen den japanischen und US-amerikanischen Stahlindustrien, die insbesondere im Bereich der Stromnetz-Erneuerung eine intensivierte Produktion versprechen. Der bislang dominierende heimische Marktführer Nucor Corp. erhält durch die Fusion einen ernstzunehmenden Konkurrenten.

