Neues Konzept für die Altersvorsorge: Klingbeil läutet Reformen ein

Die Bundesregierung hat sich auf ein zukunftsweisendes Konzept zur privaten Altersvorsorge geeinigt. Der von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) initiierte Plan, der nun das Kabinett passiert hat, sieht vor, die Auswahl an förderfähigen Altersvorsorgeprodukten zu erweitern. Auf diese Weise soll Verbrauchern eine größere Flexibilität in Bezug auf Garantiestufen und Renditechancen geboten werden. Ein zentrales Element der Reform ist die Beibehaltung der klassischen Riester-Rente, wobei bestehende Verträge weiterhin gelten oder auf das neue System übertragen werden können.
In den Reformplänen ist vorgesehen, dass weiterhin Modelle existieren, bei denen die gesamte Einlage garantiert ist. Ergänzt wird dies durch eine Lösung mit einer 80-prozentigen Garantie, die Versicherern bessere Möglichkeiten gibt, die Beiträge in gewinnversprechende Kapitalanlagen umzuwandeln. Besonders innovativ ist die Einführung eines Altersvorsorgedepots, das Anlegern die Aussicht auf hohe Renditen bietet, aber von jeglichen Garantieversprechen absieht.
Ein weiterer Aspekt der Neugestaltung betrifft die Optimierung der Vertragskosten. Diese werden zukünftig über die Vertragslaufzeit gestreckt, um finanzielle Belastungen der Kunden zu verhindern. Zudem ist geplant, die Wechselgebühren zu regulieren, sodass diese nur noch in den ersten fünf Jahren nach Vertragsabschluss erhoben werden dürfen. Die Umsetzung dieser Reform ist für Januar 2027 anvisiert und wird demnächst Bundestag und Bundesrat zur Diskussion vorgelegt.

