Neuer Schwung an US-Börsen trotz leichter Verluste bei Staatsanleihen
Der US-amerikanische Anleihemarkt verzeichnete am Freitag einen leichten Rückgang, nachdem er zuvor Gewinne verbuchen konnte. Der Terminkontrakt für zehnjährige Staatsanleihen, bekannt als T-Note-Future, gab um 0,21 Prozent auf 111,78 Punkte nach. Im Gegenzug kletterte die Rendite für diese zehnjährigen Papiere auf 4,27 Prozent.
Die Wall Street konnte zum Ende der Woche mit einer generell positiven Stimmung punkten, wodurch die Nachfrage nach den als sicher geltenden Staatsanleihen zurückging. Hintergrund dieser Aufwärtstendenz an den Börsen waren erfreuliche Entwicklungen im Handelskonflikt zwischen den USA, China und der Europäischen Union, die für neue Rekordstände sorgten.
Obwohl uneinheitliche US-Konjunkturdaten zunächst keinen nachhaltigen Einfluss hatten, gab es einige bemerkenswerte Entwicklungen. So wurden für Mai Rückgänge bei Einkünften und Konsumausgaben der privaten Haushalte verzeichnet, was auf eine mögliche Abschwächung der wirtschaftlichen Dynamik in der führenden Volkswirtschaft hindeuten könnte. Doch stiegen überarbeitete Preisdaten leicht an, was auf eine moderate Stabilisierung hindeutet.
Ein weiteres Highlight war die Verbesserung des Verbrauchervertrauens im Juni. Erstmals seit einem halben Jahr stieg das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima–Barometer, wodurch die erste Einschätzung weitgehend bestätigt wurde. Dies deutet auf ein leichtes Aufbäumen im Konsum der Verbraucher hin, der sich vom Stillstand im Vormonat erholt zu haben scheint.

