Neuer Bitcoin-Rekord bei $118K: On-Chain-Daten zeigen, dass diese Rallye anders ist

Bitcoin (BTC) hat ein neues Allzeithoch von über $118.000 erreicht, nachdem er in den letzten 24 Stunden um mehr als 6 % gestiegen ist.
Trotzdem deutet On-Chain-Daten darauf hin, dass die aktuelle Rallye noch keineswegs überhitzt ist und stattdessen weiteres Wachstumspotenzial andeutet.
Raum für weiteres Wachstum
Während der vorherigen Höchststände im März und Dezember 2024 stieg das MVRV-Verhältnis über 2,7, als die Spekulationen zunahmen. Der aktuelle Höchststand hingegen kommt mit einem moderateren Wert von 2,2 und spiegelt ein stabileres Marktumfeld wider.
Laut CryptoQuant zeigen UTXO-Daten, dass kurzfristige Inhaber (unter einem Monat) nun nur 15 % des Marktes ausmachen. Dies ist ein Rückgang von 30 % während früherer Höchststände, was auf begrenzte neue Kapitalzuflüsse und ein vorsichtiges Anlegerprofil hindeutet.
Gleichzeitig bedeutet der SOPR für kurzfristige Inhaber, dass die jüngsten Käufer nicht aggressiv verkaufen, sondern die Verkaufsaktivität gedämpft bleibt.
Der Miner Position Index (MPI) setzt ebenfalls seinen Abwärtstrend fort, was auf eine zurückhaltende Verkaufsaktivität hinweist, da viele Mining-Firmen sich dafür entscheiden, Bitcoin anzusammeln, anstatt zu liquidieren. Dieses Verhalten steht in starkem Kontrast zu früheren Zyklen, als steigende Preise zu einer schnellen Verteilung führten, da Spot- und Derivate-Händler hastig ausstiegen.
Stattdessen scheint diese Rallye durch strategische Akzeptanz von Nationalstaaten und Unternehmen gestützt zu sein, was daher die Möglichkeit eines strukturell anderen Bullenzyklus nahelegt. CryptoQuant erklärte weiter,
“As a result, analyzing on-chain data today requires deeper and more contextual interpretation, rather than relying solely on repetitive historical patterns. Because this recent breakout to a new high occurred without signs of overheating, there is solid potential for further price appreciation in the mid-to-long term.”
Dieses Muster der vorsichtigen Optimismus reicht weiter. Daten zeigen, dass selbst angesichts des Preisanstiegs Händler zögern, Münzen zurück auf die Börsen zu bewegen.
Händler halten fest
Bitcoin hat seit seinem lokalen Tiefpunkt am 22. Juni fast einen Kursanstieg von 20 % verzeichnet, doch Händler beeilen sich nicht, Münzen zurück an die Börsen zu bewegen, so Santiment.
Stattdessen verschieben Inhaber weiterhin Bitcoin in eigene Wallets. Allein in den letzten vier Monaten sind die Börsenguthaben um 315.830 BTC gesunken, was einem Rückgang von 21 % entspricht. Das Fünfjahresbild ist noch bedeutender.
Seit Juli 2020 sind 1,88 Millionen Bitcoin von den Börsen abgezogen worden, wodurch sich die Guthaben um 61 % reduziert haben. Mit weniger Münzen auf den Börsen werden plötzliche Massenverkäufe weniger wahrscheinlich. Dies bedeutet, dass langfristige Investoren persönliche Lagerung über potenzielle kurzfristige Trades bevorzugen.

