Neuer Anlauf für Atomverhandlungen zwischen Washington und Teheran
Die Gespräche über das umstrittene iranische Atomprogramm werden fortgeführt. In der omanischen Hauptstadt Maskat sollen sich der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Irans Außenminister Abbas Araghtschi zur vierten Verhandlungsrunde treffen. Oman nimmt erneut die Rolle des Vermittlers zwischen den seit Jahren verfeindeten Staaten ein, die in der Vergangenheit auch mit militärischen Mitteln drohten.
Die ursprünglich in Rom geplante Gesprächsrunde wurde aus "logistischen Gründen" verschoben; Experten sprechen jedoch von Differenzen und Schwierigkeiten bei den Verhandlungspositionen. Der neue Termin fällt in den Vorfeld der Nahost-Reise von US-Präsident Donald Trump, der dem Iran im Falle eines ausbleibenden Deals mit einem massiven Bombardement gedroht hat.
Die zentrale Frage des Streits ist die Nutzung des Atomprogramms: Iran behauptet, nur zivile Absichten zu verfolgen, während westliche Regierungen den Bau einer Atombombe fürchten. US-Präsident Trump sucht nun eine neue Vereinbarung nach seinem einseitigen Rückzug aus dem Wiener Atomabkommen 2018.
US-Sondergesandter Witkoff stellte in einem Interview nochmals klar, dass die USA eine vollständige Aufgabe des iranischen Anreicherungsprogramms fordern. Iran reichert derzeit Uran bis zu einem Grad von 60 Prozent an, was weit über den im Wiener Abkommen festgelegten Höchstwert von 3,67 Prozent hinausgeht.
Teheran hofft, mit einem neuen Deal nicht nur die militärischen Spannungen zu entschärfen, sondern auch wirtschaftliche Sanktionen aufzuheben. Durch strategische Partnerschaften mit China und Russland hat sich Iran trotz wirtschaftlicher Isolation neue Beziehungen aufgebaut. Chinas Markt bleibt für iranisches Öl dabei von besonderer Bedeutung.

