Neue Wasservertrag für Tesla-Werk sorgt für Diskussionen
Ein neuer Wasservertrag für Teslas Gigafactory in Grünheide bei Berlin steht im Mittelpunkt einer aktuellen Auseinandersetzung. Eine Protestgruppe namens „Tesla den Hahn abdrehen“ trat während einer Versammlung des Wasserverbands Strausberg-Erkner gegen den vorgeschlagenen Deal mit dem Wasserversorger auf. Die Aktivisten kritisieren nicht nur den Vertrag, sondern lehnen grundsätzlich die Existenz der Fabrik ab, da sie mögliche Gefährdungen des Wasserschutzgebiets und des Trinkwassers befürchten.
Auf ihren Transparenten fanden sich Slogans wie "Tesla stoppen" und "Tesla den Hahn abdrehen - da bleiben wir!". Bislang erfolgte der Protest friedlich, wie die Polizei bestätigte. Tesla kontert die Vorwürfe mit der Behauptung, dass der Wasserverbrauch ihres Werks unter dem Branchendurchschnitt liegt und dass das Unternehmen bis zu 100 Prozent des Abwassers recycelt.
Der geplante Wasservertrag soll höhere Grenzwerte für die Schmutzwasserbelastung festlegen, was angesichts des gesunkenen Wasserverbrauchs eine veränderte Abwasserqualität mit sich bringt. Dennoch bleibt die Zustimmung zu dem Vertrag unklar, da er kürzlich von Tesla geprüft, aber noch nicht unterzeichnet wurde. Medienberichte betonen aktuell fehlende Fortschritte, während die Verbandsversammlung diese Woche das Thema ausklammerte und sich mit den Jahresabschlüssen 2024 auseinandersetzte.
Das Werk in Grünheide ist seit März 2022 in Betrieb und produziert Elektrofahrzeuge. Seit seiner Planung löst es immer wieder Proteste aus, wobei auch radikalere Aktionen wie ein Angriff auf die Stromversorgung und Versuche, das Fabrikgelände zu besetzen, unternommen wurden.

