Neue Spannungen im Karibischen Meer: US-Militär beschlagnahmt venezolanischen Öltanker
In einem erneuten Militäreinsatz ist es US-Einheiten gelungen, den Öltanker 'Veronica' in der Karibik unter ihre Kontrolle zu bringen. Unter der Leitung des Südkommandos des US-Militärs setzten Marineinfanteristen und Matrosen zum strategischen Schlag an, der vor Tagesanbruch erfolgte. Der Tanker wurde aufgrund von Sanktionen des US-Präsidenten Donald Trump beschlagnahmt, nachdem er unerlaubt venezolanische Gewässer durchkreuzt hatte. Der Einsatz verlief laut Angaben des Militärs reibungslos und ohne Vorfälle. Diese jüngste Aktion reiht sich in eine Serie von Beschlagnahmungen ein, die im Zuge der von Trump angekündigten vollständigen Blockade gegen sanktionierte venezolanische Öllieferungen durchgeführt werden.
Der US-Präsident argumentierte, Venezuela habe Öl und andere Vermögenswerte illegal von den USA an sich gerissen, die nun zurückgegeben werden müssten. In einer Stellungnahme des Südkommandos hieß es, dass das Land nur rechtmäßig koordiniertes Öl verlassen werde.
Parallel dazu überraschte Donald Trump die Öffentlichkeit, indem er eine positive Einschätzung der aktuellen venezolanischen Führung kundtat. In einem langen Telefonat mit Delcy Rodríguez, der geschäftsführenden Präsidentin des Landes, lobte er sie als hervorragende Persönlichkeit. Auf seinem bevorzugten Social-Media-Kanal ließ der ehemalige Präsident seine Hoffnungen auf eine vielversprechende Partnerschaft zwischen den USA und Venezuela verlauten.
Die Blockade und Kontrolle des Ölhandels betrachtet die US-Regierung als machtvolles Mittel zur Durchsetzung politischer Veränderungen in Venezuela. US-Außenminister Marco Rubio betonte den enormen politischen Druck, der durch die Blockade auf das südamerikanische Land ausgeübt wird. Zu Beginn des Jahres hatte ein weiterer US-Militäreinsatz in Caracas zur Festnahme des bisherigen venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro geführt, was die politische Landschaft des Landes maßgeblich veränderte.

