Neue Regierung im Aufwind: Deutsche sehen optimistischer in die Zukunft
Die Zuversicht der Deutschen gegenüber der neuen Regierung aus Union und SPD ist spürbar größer als noch zu Beginn der letzten Ampel-Koalition im Jahr 2021. Eine Studie des Opaschowski Instituts für Zukunftsforschung zeigt, dass 56 Prozent der Befragten optimistische Erwartungen an die neue Regierung haben. Zum Vergleich: Vor vier Jahren vertrauten lediglich 52 Prozent der neuen Konstellation aus SPD, Grünen und FDP.
Im Osten Deutschlands bleibt man jedoch vorsichtiger. Hier äußerten nur 50 Prozent der Teilnehmer Vertrauen in die neue Regierung, dennoch sind dies 11 Prozentpunkte mehr gegenüber der damaligen Einstellung zur Ampel-Regierung. Diese Entwicklung deutet auf eine, zumindest leichte, positive Trendwende hin.
Interessanterweise ist die Zustimmung unter älteren Menschen ab 50 Jahren mit 60 Prozent überdurchschnittlich hoch. Sie sehen offenbar mehr Potenzial in der schwarz-roten Koalition im Vergleich zu den 53 Prozent zur vorherigen Regierung. Junge Menschen zwischen 14 und 29 Jahren hingegen zeigen sich zurückhaltender: Während sie die Ampel-Koalition zu 57 Prozent befürworteten, liegt die Zustimmung für Union und SPD nun bei lediglich 50 Prozent.
Die Umfrage, durchgeführt vom 12. bis 18. Mai, erfasste die Stimmen von 1.000 deutschsprachigen Personen ab 14 Jahren. Horst Opaschowski, Leiter des durchführenden Instituts, betont, dass der Titel des Koalitionsvertrags "Verantwortung für Deutschland" bei den Bürgern positiv aufgenommen wird. Das Ende der Ampel-Koalition wurde von Olaf Scholz zuvor mit Verantwortungsverlust begründet, was wohl den Boden für ein vorsichtiges Vertrauen in die neue Regierung bereitet hat. Der Forscher konstatiert: "Die Kritik an der Ampel weicht einer leicht optimistischeren Sichtweise, obwohl die globalen Krisen fortbestehen."

