Neue Perspektiven im Schwarzmeerhandel: Ukrainische Fähren laufen georgische Häfen an
Die ukrainischen Eisenbahnfähren haben nach langer Unterbrechung und trotz anhaltender Konflikte mit Russland wieder einen georgischen Hafen erreicht. Erstmals seit Kriegsbeginn liefen sie am 18. und 26. März von Tschornomorsk nach Batumi, wie Tymofij Murachowskyj, der Logistikchef der ukrainischen Staatsbahnen, bekannt gab. Eine dritte Passage ist für die kommende Woche geplant. Die ersten beiden Überfahrten waren streng geheim gehalten worden, um den Erfolg der Mission zu sichern. Der Fährbetrieb zwischen der Ukraine und Georgien war mit dem russischen Übergriff im Februar 2022 zum Stillstand gekommen.
Bereits im vergangenen Sommer war angekündigt worden, die Verbindungen wieder aufzunehmen, jedoch blieb eine Umsetzung aus. Die Handelsroute zielt darauf ab, russisches Territorium zu umgehen und chinesische Waren über die Ukraine, Kasachstan, das Kaspische Meer, Aserbaidschan und Georgien nach Europa zu transportieren.
Seitdem sich die russische Schwarzmeerflotte aus dem westlichen Teil des Meeres zurückziehen musste, sind die ukrainischen Schwarzmeerhäfen im Raum Odessa erneut zugänglich für Frachtschiffe. Diese bewegen sich seit 2023 entlang eines von der ukrainischen Regierung festgelegten Korridors. Nach Angaben aus Regierungskreisen hat der Warenumschlag inzwischen wieder das Niveau von vor dem Krieg erreicht.

